Wiener Neustadt: Spatenstich für das neue BRG Gröhrmühlgasse

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Spatenstich BRG Gröhrmühlgasse / Foto: BIG/Markus Schieder
Wolfgang Gleissner (Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft), Karl Fritthum (NÖ-Bildungsdirektor), Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bildungsminister Martin Polaschek, Bürgermeister Klaus Schneeberger und BRG-Direktor Gerald StachlFoto: BIG/Markus Schieder

BG/BRG Gröhrmühlgasse wird saniert und erweitert

Seit 1981 besteht das BG/BRG Gröhrmühlgasse am Standort in Wiener Neustadt. Nachhaltig in die Zukunft geführt wird die Schule nun von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Das Bestandsgebäude aus dem Jahr 1981 wird thermisch optimiert. Dabei werden alle Fenster und Außenjalousien getauscht sowie Fassade, und Dächer hochwertig gedämmt. Der neu angeschlossene Zubau bietet mit sieben weiteren Stammklassen, drei zusätzlichen Sonderunterrichtsräumen und einer Dreifachturnhalle genügend Platz für die rund 1.000 Schülerinnen und Schüler sowie 94 Lehrkräfte.

Nahwärmeversorgung mit Luftwärmepumpe

Nach der Erweiterung und Sanierung wird das Schulgebäude den klimaaktiv Silber Standard erfüllen und weist daher viele klimaschonende Aspekte auf. Die hochwärmegedämmte Fassade verringert im Winter Wärmeverluste, gleichzeitig fungiert sie im Sommer durch die Speicherfähigkeit des Betons als Wärmeschutz. Ein angenehmes Raumklima wird durch eine dezentrale Klassenraumlüftung erreicht. Das bedeutet ein kontinuierlicher Luftaustausch in den einzelnen Klassenzimmern wird sichergestellt und die Übertragung der Aerosole reduziert. Über den eingebauten Präsenzmelder erfolgt die Aktivierung der Anlage und der integrierte CO²-Sensor sorgt für eine bedarfsabhängige Regelung der Luftmenge. Für die Temperierung des Neubaus sorgt eine Fußbodenheizung. Dank eines optimalen Tageslichtkonzepts entstehen helle Innenräume und die Beleuchtungsenergie kann reduziert werden. All diese Maßnahmen minimieren Energieverluste und infolge auch die Betriebskosten.

Neuer Verwaltungsbereich

Der Verwaltungsbereich der Schule wird nach Fertigstellung in der benachbarten denkmalgeschützten Villa untergebracht sein. Die Villa wurde 1885 errichtet, wird funktionssaniert und ist nach Baufertigstellung barrierefrei mit dem Schulgebäude verbunden.

„Mein Ziel ist es allen Kindern in Österreich umfassende und qualitativ hochwertige Bildung zu ermöglichen. Dafür braucht es vor allem auch gute Bildungsinfrastruktur. Mit dem offiziellen Spatenstich konnten wir heute einen wichtigen Meilenstein für die Sanierung und die Erweiterung des BRG Gröhrmühlgasse setzen. Mit dem sanierten und ausgebauten BRG Gröhrmühlgasse schaffen wir Bildungs- und Lernplätze, die den Ansprüchen und den Lebensrealitäten der Familien entsprechen”, so Martin Polaschek Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

“Im Bundesschulbau ist in den vergangenen Jahren ein klarer Fokus auf Nachhaltigkeit gelegt worden, das SCHEP 2020 greift diese Zielsetzung auf. Mit dem BG/BRG Gröhrmühlgasse zeigen wir als Bundesimmobiliengesellschaft einmal mehr, wie wir Schulgebäude nachhaltig und ressourcenschonend in die Zukunft führen. Die Kriterien wie der Einsatz von erneuerbaren Energien, vor allem der Einsatz von Photovoltaik-Anlagen, die Reduktion von versiegelten Böden und das Monitoring von der Innenraumluftqualität in Klassenzimmern erfüllen wir mit dem Umbau, Sanierung und Erweiterung des BG/BRG Gröhrmühlgasse. Die Auszeichnung klimaaktiv Silber steht für Energieeffizienz, ökologische Qualität, Komfort und Ausführungsqualität. Das Schulgebäude und auch der Zubau werden nach diesen nachhaltigen Kriterien saniert und errichtet”, so Wolfgang Gleissner, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft.

Neue Umgebung für 1.000 SchülerInnen

„Ein Spatenstich für eine Bildungseinrichtung bedeutet immer, dass etwas Neues für unsere Schülerinnen und Schüler sowie die Pädagoginnen und Pädagogen entsteht. In der Gröhrmühlgasse wird damit dem stetigen Zuwachs von Schülerinnen und Schülern in dieser Schule Rechnung getragen. Durch die Sanierung auf der einen Seite und den Zubau auf der anderen Seite bekommen 1.000 Schülerinnen und Schüler eine moderne Bildungseinrichtung nach dem neuesten und modernsten Stand. Die neue Umgebung wird der Garant dafür sein, dass in dieser Schule mit Begeisterung und Engagement gelernt und gelehrt werden kann“, so Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Karl Fritthum.

Bürgermeister Klaus Schneeberger: “Wiener Neustadt ist und bleibt die größte und wichtigste Bildungsmetropole Niederösterreichs. Der Um- und Ausbau des BRG Gröhrmühlgasse ist dafür ein ganz wesentlicher Mosaikstein, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Allein als Stadt investieren wir in den nächsten 5 Jahren 27 Millionen Euro in den Bildungsbereich und werden somit KINDER Neustadt. Ich bedanke mich beim Bund, dass auch die AHS und BHS ständig weiterentwickelt werden.”

Architekturwettbewerb: die Gewinner

Um einen geeigneten Entwurf für das Vorhaben zu finden, wurde ein einstufiger, offener Realisierungswettbewerb ausgelobt, der Ende Oktober 2020 entschieden wurde. Dabei konnte sich das grazer Architekturbüro Ederer, Haghirian gegen 29 Mitbewerber durchsetzen und als Gewinner behaupten.

Ausweichquartier BRG Gröhrmühlgasse / Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller

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