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Interreligiöses Projekt zur Fastenzeit am BG Babenbergerring

Wiener Neustadt: Im Labyrinth des Lebens

Installation  zur Fastenzeit / Foto: BG Babenbergerring
Foto: BG Babenbergerring

Für zehn Tage während der christlichen Fastenzeit und des muslimischen Ramadan verwandelte sich die Aula des Bundesgymnasiums Babenbergerring in einen besonderen Ort der Besinnung: Ein begehbares Labyrinth, gestaltet nach dem berühmten Vorbild der Kathedrale von Chartres, lud alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Besucherinnen und Besucher dazu ein, „in sich zu gehen“, zur Ruhe zu kommen und einen Moment der Achtsamkeit zu erleben.

Unter dem Motto „Die ganze Welt fastet“ stand das Projekt ganz im Zeichen des Gemeinsam-Unterwegs-Seins. Unabhängig von religiöser Zugehörigkeit oder persönlichem Hintergrund waren alle eingeladen, das Labyrinth zu betreten und ihren meditativen Weg zur Mitte zu gehen.

Installation in der Aula

Am Eingang konnten Besucherinnen und Besucher eine kleine Wegkarte ziehen. Jede Karte enthielt eine Impulsfrage, die zum Nachdenken anregte: über das eigene Verhalten, über Wünsche und Veränderungen oder über das Gute, das man selbst täglich beitragen kann. Viele nutzten diese Fragen, um den Weg durch das Labyrinth bewusst und in Stille zu gehen.

Rund um den Aufbau gestalteten Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Schautafeln, die über das Fasten in verschiedenen Religionen informierten. Sie zeigten Gebete, Zitate, Symbole und erklärten, welche Bedeutung das Fasten für Gläubige weltweit hat. Persönliche Gedanken und Erfahrungen der Schülerschaft ergänzten die Ausstellung und machten deutlich, wie vielfältig Fasten erlebt werden kann – als spirituelle Praxis, als Zeit der Reflexion oder als bewusster Verzicht.

Ein verbindendes Moment

„Unser Ziel war es, zu zeigen, dass diese stillen Wochen des Fastens – christlich wie muslimisch – ein verbindendes Moment haben: Sie laden dazu ein, innezuhalten, über sich selbst nachzudenken und gemeinsam Schritte der Umkehr und des Guten zu gehen. Jeder Tag bietet die Möglichkeit, etwas Positives zu bewirken“, heißt es seitens der Schule.

Das Projekt stieß auf große Resonanz und wurde von vielen als wertvoller Beitrag zu einem respektvollen, interreligiösen Miteinander erlebt. Es hat gezeigt, wie bereichernd es sein kann, sich auf gemeinsame Werte zu besinnen – unabhängig davon, welchen Glauben man hat.

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