Der mittlerweile zur liebgewonnenen Tradition gewordene interreligiöse Spaziergang durch Wiener Neustadt fand im heurigen Schuljahr am 9. Dezember 2025 für die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen statt des Bundesgymnasium Babenbergerring. Begleitet wurden sie von ihren Religions- und Ethiklehrerinnen und -lehrern.
Einblick in die Praxis des Judentums
Ziel dieser besonderen Exkursion war es, das im Unterricht erworbene Wissen über die großen monotheistischen Religionen zu vertiefen und durch direkte Begegnungen erlebbar zu machen. Im Zentrum der Veranstaltung standen gegenseitiges Verständnis, Toleranz und Respekt. Den Auftakt bildete ein eindrucksvoller Vortrag von Mag. Dr. Werner Sulzgruber im Festsaal des Gymnasiums. Er gab den Jugendlichen einen fundierten Einblick in die Praxis des Judentums und thematisierte zugleich die leider nach wie vor aktuelle Problematik des Antisemitismus. Seine Ausführungen regten zum Nachdenken und zu offenen Gesprächen an.
Neukloster und islamisches Gebetshauses
Anschließend führte Pater Damian Lienhart die Schülerinnen und Schüler auf einem interaktiven Rundgang durch die Neuklosterkirche. Dabei erfuhren sie nicht nur Wissenswertes über christliche Traditionen, sondern erhielten auch die Möglichkeit zur stillen Kontemplation. Diese besondere Erfahrung wurde von vielen als bereichernd empfunden.
Den Abschluss bildete der Besuch des islamischen Gebetshauses in der Gymelsdorfer Gasse, wo Imam Ahmed anschaulich über Gebräuche, religiöse Praxis und zentrale Wertvorstellungen des Islams sprach. Geduldig beantwortete er zahlreiche Fragen der Jugendlichen und förderte so einen offenen Dialog. Die Fußmärsche zwischen den Stationen boten zusätzlich Raum für Gespräche, Reflexion und gedankliches Innehalten.
Der interreligiöse Spaziergang erwies sich auch in diesem Jahr als wertvoller Beitrag zur Förderung von Offenheit, Verständnis und friedlichem Miteinander – Werte, die in unserer heutigen Gesellschaft wichtiger denn je sind.











