Sie führen keine medizinischen Eingriffe durch – und doch läuft ohne sie nichts im Klinikalltag: Die Medizinische Administration ist oft die erste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten im Universitätsklinikum Wiener Neustadt. Jetzt rückt das Haus diese zentrale Schnittstelle in den Fokus und setzt ein bewusstes Zeichen gegen überholte Rollenbilder.
Mehr als Schreibtisch und Telefon
Wer das Universitätsklinikum Wiener Neustadt betritt, trifft mit großer Wahrscheinlichkeit zuerst auf eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter der Medizinischen Administration (MedAdmin). Ob Notfallambulanz, Fachambulanz oder stationäre Aufnahme – sie sorgen für Orientierung, Information, Organisation und reibungslose Abläufe.
123 Menschen, ein starkes Team
Im Klinikum sind aktuell 116 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 7 Lehrlinge (Verwaltungsassistentin bzw. Verwaltungsassistent) in der Medizinischen Administration tätig. Ein starkes, vielfältiges Team mit einem breiten Erfahrungsspektrum. Besonders beeindruckend: Die dienstälteste Kollegin gehört seit über 40 Jahren zum Klinikum und steht sinnbildlich für die Beständigkeit und Bedeutung dieses Berufs.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen in der Medizinischen Administration sind unverzichtbar für die Qualität und Effizienz unserer Patientenversorgung“, erklärt Christoph Prantler, Leiter der Medizinischen Administration am Universitätsklinikum Wiener Neustadt. „Sie steuern souverän durch komplexe Abläufe, behalten auch bei hohem Patientenaufkommen den Überblick und schaffen durch ihre empathische Art oft schon im ersten Gespräch Vertrauen. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten“, so Prantler.
Fachkraft mit Profil
Noch immer wird der Beruf häufig unterschätzt und fälschlicherweise als klassischer „Frauenjob“ wahrgenommen. Dieses veraltete Bild möchte der Leiter der Medizinischen Administration am Universitätsklinikum Wiener Neustadt korrigieren. Denn moderne MedAdmin-Fachkräfte bringen fundiertes medizinisches Wissen, organisatorisches Geschick und ein hohes Maß an sozialer Kompetenz mit. „Es geht um weit mehr als Termine und Akten. Wir brauchen Menschen, die Prozesse verstehen, vorausschauend handeln und aktiv zum Erfolg beitragen. Und dabei ist es völlig egal, ob jemand männlich, weiblich oder divers ist – entscheidend sind Engagement, Genauigkeit und Teamgeist“, betont der MedAdmin-Leiter.



















