Start­schuß für neue Wirt­schafts­för­de­run­gen in der In­nen­stadt

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Bürgermeister Bernhard Müller (re.) und Finanzstadtrat Weber stellten heute Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung der Altstadt vor.

Wiener Neustadt präsentiert Programm für die Altstadt: Förderungen für Lehrlinge, Neuvermietungen und Attraktivierungsmaßnahmen.

„Die bedenkliche wirtschaftliche Situation in unserem Land macht leider auch vor Wiener Neustadt – und hier vor allem vor den UnternehmerInnen in der Altstadt – nicht halt. Zur Abfederung dieser Entwicklung haben wir ein Drei-Stufen-Programm der Stadt ausgearbeitet, das ab 2015 für neuen Schwung sorgen soll.“ Mit diesen Worten stellten Wiener Neustadts Bürgermeister Bernhard Müller und Finanzstadtrat Martin Weber im Rahmen einer Pressekonferenz das neue wirtschaftspolitische Programm für die Unternehmen in der Wiener Neustädter Altstadt vor. Eckpunkte sind dabei die Förderung von Lehrlingsaufnahmen, Neuvermietungen von Leerständen sowie Attraktivierungsmaßnahmen an den Gebäuden.

Rahmenbedingungen

Als Altstadt bzw. Innenstadt ist jener Bereich heranzuziehen, der als Schutzzone im aktuellen Bebauungsplan der Stadt ausgewiesen ist. Als Förderwerber sind ausschließlich Unternehmen zugelassen, die ihren Firmensitz oder eine Niederlassung innerhalb dieser Schutzzone haben – oder Personen, die ihren Hauptwohnsitz innerhalb der Schutzzone nachweisen können.

Ein Programm mit 3 Säulen

Das Programm besteht aus drei Sektoren, die einander hinsichtlich Antrags- und Auszahlungsmöglichkeit grundsätzlich nicht ausschließen:

  • Lehrlingsoffensive
    Jeder Betrieb, der ab dem 1. Jänner 2015 einen Lehrling neu einstellt, erhält auf Antrag einen einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschuss in der Höhe von EUR 1.500,-. Voraussetzung dafür ist der Nachweis der unwiderruflichen Einstellung des Lehrlings sowie dass dieses Lehrverhältnis zumindest 12 Monate und einen Tag aufrecht bleibt.
  • Attraktivierungsmaßnahmen
    Jeder Betrieb, der Attraktivierungsmaßnahmen für den eigenen Standort im Sinne von z.B. Fassadengestaltung, Erneuerung von Portalen, neuen Schirme, etc., welche fix mit dem jeweiligen Objekt verbunden sind, umsetzt, kann eine Förderung von bis zu EUR 2.000,- beantragen. Die Förderung kann nur gewährt werden, wenn die Maßnahmen ab dem 1. Jänner 2015 begonnen oder fertiggestellt werden.
  • Revitalisierung von Leerständen
    Projekte und Maßnahmen, die ab dem 1. Jänner 2015 zur Vermietung von leerstehenden Flächen in der Altstadt gemäß Schutzzone führen, können eine Förderung von maximal EUR 2.000,- pro Objekt erhalten. Die Flächen müssen zuvor zumindest sechs Monate leer gestanden und ungenützt gewesen sein.

Den Auftrag zur Umsetzung dieses Programms soll die Eco Nova GmbH erhalten – ein diesbezüglicher Antrag wird dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 5. Dezember 2014 vorgelegt. Bei positiver Behandlung wird die Eco Nova umgehend eine detaillierte Richtlinie für die Abwicklung des Programms erarbeiten und durch ihren Aufsichtsrat beschließen lassen.

Wer ist förderwürdig?

Die Beurteilung der Förderwürdigkeit von eingereichten Projekten der Sektoren 2 (Attraktivierungsmaßnahmen) und 3 (Leerstands-Revitalisierung) wird eine unabhängige Jury vornehmen. Diese Jury soll aus fünf Personen bestehen und sich wie folgt zusammensetzen:

  • GeschäftsführerIn Eco Nova (Jury-Vorsitz)
  • VertreterIn Stadtmarketing und Tourismus Wiener Neustadt GmbH
  • BaudirektorIn der Stadt Wiener Neustadt
  • VertreterIn Unternehmerverein Wiener Neustadt
  • VertreterIn Wirtschaftskammer Wiener Neustadt

Das Projekt soll vorerst bis zum 31. Dezember 2015 begrenzt sein. Eine Verlängerung bedarf eines neuerlichen Gemeinderatsbeschlusses.

„Mit dem vorliegenden Maßnahmenpaket reichen wir den UnternehmerInnen der Altstadt unsere helfende Hand, damit sie gemeinsam mit uns an der Weiterentwicklung des Stadtzentrums arbeiten können. Es handelt sich hierbei um ein Programm, das wir ganz bewusst in der Form erstellt haben – betrifft es doch drei wesentliche Eckpfeiler wirtschaftlichen Handelns. Das ist die Ausbildung von jungen Menschen, das ist die Attraktivierung des eigenen Geschäftslokals und das ist die Neugründung von Geschäften in Leerständen. Neben all unseren anderen Bemühungen wie der Gründung der Stadtmarketing GmbH, diversen Veranstaltungen, Aktionen beim Parken sowie Umbauten von Fußgängerzonen setzen wir mit vorliegendem Drei-Stufen-Modell der Altstadt-Förderung einen weiteren, enorm wichtigen Schritt zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft. Wir sind überzeugt, damit einen erfolgreichen Weg einzuschlagen und laden alle UnternehmerInnen ein, das Programm zu nutzen und ein Stück des Weges mit uns zu gehen“, so Bürgermeister Bernhard Müller und Finanzstadtrat Martin Weber abschließend.