Startseite Wirtschaft Industrie Niederösterreichs Exportwirtschaft hat 2024 einen Dämpfer erlitten

Niederösterreichs Exportwirtschaft hat 2024 einen Dämpfer erlitten

Jeder fünfte Arbeitsplatz in NÖ hängt direkt oder indirekt vom Export ab

Dieser Artikel wurde vor 2 Jahren veröffentlicht. (Letztes Update vor: 2 Jahren)

Produktlager / Foto: Freepik
(Symbolbild)Foto: Freepik

Die Energiekrise und die Teuerung, aber auch eine Konjunkturabflachung – insbesondere beim wichtigsten Handelspartner Deutschland – sowie die herausfordernde Fachkräftesituation haben Niederösterreichs Außenwirtschaft im ersten Halbjahr 2024 maßgeblich beeinflusst.

Im ersten Halbjahr 2024 haben niederösterreichische Unternehmen Waren im Wert von 14,65 Milliarden Euro exportiert, wie die vorläufigen Exportzahlen der Statistik Austria belegen. Das ist ein Minus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023.

Deutschland wichtigster Markt

An erster Stelle der exportstärksten Produktgruppen rangieren Kessel, Maschinen und mechanische Geräte im Wert von knapp 1,72 Milliarden Euro. Darauf folgen elektrische Maschinen und elektrotechnische Waren mit 1,38 Milliarden Euro sowie mineralische Brennstoffe und Mineralöle im Wert von ebenfalls rund 1,38 Milliarden Euro.

Die Top-Exportmärkte Niederösterreichs sind Deutschland (Anteil: 27,3 Prozent), gefolgt von Ungarn (6,85 Prozent), Italien (6,85 Prozent), Tschechien (6,18 Prozent) und der USA (6,18 Prozent). Dass die deutsche Wirtschaft unter Druck ist, wirkt sich stark auf (Nieder-)Österreich aus. Mit einem Anteil von über 27 Prozent am Gesamtexport fällt der deutliche Rückgang der niederösterreichischen Warenexporte von minus 7,8 Prozent nach Deutschland besonders ins Gewicht. 

„Heimische Rahmenbedingungen wieder stärken“

„Die Exportzahlen des ersten Halbjahres verdeutlichen, wie stark Niederösterreich von internationalen Entwicklungen abhängig ist“, erklärt IV-NÖ-Präsident Kari Ochsner. „Neben der Sicherung unseres wichtigsten Marktes Deutschland ist es entscheidend, neue Märkte zu erschließen und strategische Partnerschaften auch mit neuen internationalen Handelsabkommen auszubauen. Zudem müssen wir endlich die heimischen Rahmenbedingungen wieder stärken – durch eine wettbewerbsfähigere Kostenstruktur, Bürokratieabbau und Investitionen in Zukunftstechnologien. Die Stellschrauben müssen rasch auf allen Ebenen – EU, Bund und Landesebene – gedreht werden. Nur so bleibt Niederösterreichs Exportwirtschaft ein starker Motor für Wachstum, Beschäftigung und Lebensqualität.“

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