Fahr­zeug­händ­ler for­dern En­de vom Aus­lie­fe­rungs- und Kon­takt­ver­bot

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Fahrzeugübergabe / Foto: Freepik
Kontaktverbot: Fahrzeuge können im Moment nicht übergeben werden.Foto: Freepik

Co­ro­na­kri­se: kei­ne Aus­lie­fe­rung für ca. 15.000 Au­tos

„Die Situation im Autohandel ist derzeit bedenklich bis katastrophal“, meldet Wolfgang Schirak, Branchenobmann Fahrzeughandel in der NÖ Wirtschaftskammer.

Auch ohne Corona-Maßnahmen sei in vielen Betrieben die Liquidität gefährdet. „Schon in den letzten Jahren hatten wir hohe Investitionen, weil beispielsweise Hersteller immer höhere Standards fordern und auch die Vorbereitung der Fachbetriebe auf die steigende Nachfrage nach Elektroautos Geld kostet“, sagt Schirak gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst..

“Umsätze brechen komplett ein“

Das heiße konkret: „In den letzten Jahren wurde viel Geld ausgegeben und jetzt brechen als Folge der Coronavirus-Krise die Umsätze komplett ein. Dabei ist es für uns ganz leicht, die geforderten Auflagen zu erfüllen. Eine Person auf 20 Quadratmetern ist bei uns sowieso die Regel, und auch das Desinfizieren ist machbar. In unseren Betrieben sind weniger Menschen unterwegs als etwa in Baumärkten oder in Gartencentern, die ab Ostern geöffnet haben dürfen.“ Schirak gönnt zwar den Kollegen die Öffnung, wichtig ist ihm aber, dass auch seine Branche mitziehen darf – und zwar so rasch wie möglich.

 

Bezahlte Autos stehen beim Händler

Das aktuell wichtigste Thema der gesamten Branche sind die bestellten und bezahlten Autos, die bei den Händlern herumstehen, weil sie von den Kunden nicht abgeholt werden dürfen. „Im März 2019“, so Schirak, „hat es rund 30.000 Neuzulassungen gegeben, heuer im März sind es 11.000 gewesen. Wenn ich davon ausgehe, dass es ungefähr ähnlich sein sollte, dann stehen bei den Händlern österreichweit zumindest 15.000 Autos, die nicht ausgeliefert werden können.“ Den Luxus, solche Wagen unter Dach stehen zu haben, könne sich kaum noch jemand leisten, meint der Autohändler, der hinzufügt: „Da handelt es sich um Millionen von Euros, die nicht in den Umlauf kommen. Abgesehen davon entgehen dem Finanzminister jede Menge Steuern, die sich durch die Neuzulassungen ergeben würden.“

Mund-Nasen-Schutzmaske / Foto: Freepik

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