In­dus­trie­un­ter­neh­men in NÖ kämp­fen mit mas­si­vem Fach­kräf­te­man­gel

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Fachkräfte in der Industrie / Foto: pixabay
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Trotz stei­gen­der Lehr­lings­zah­len fehlt es an Fach­kräf­ten

Niederösterreichs Industrieunternehmen haben im Land eine wichtige Ausbildungsfunktion.

„Derzeit werden in 220 Industriebetrieben mehr als 2.400 Lehrlinge ausgebildet“, berichtet Thomas Salzer, Obmann der Sparte Industrie in der NÖ Wirtschaftskammer. Das sind zwar nur rund 15 Prozent aller Lehrlinge in Niederösterreich, jedoch kommt gerade der Ausbildung in hochtechnologischen Berufen, wie z.B. Maschinenbau und Werkzeugtechnik, große Bedeutung zu.

Unternehmen können Lehrstellen nicht besetzen

Obwohl die Lehrlingszahlen in der NÖ Industrie im Vorjahr gegenüber 2017 um erfreuliche 6,8 Prozent gestiegen sind, haben viele produzierende Betriebe im Land mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. Wie eine bei den Ausbildnerbetrieben von der NÖ Wirtschaftskammer durchgeführte Umfrage ergeben hat, können drei von zehn Industrieunternehmen ihre offenen Lehrstellen nicht besetzen. Gründe dafür: Einerseits würden immer weniger Jugendliche eine Lehre absolvieren. Andererseits bemängelt rund die Hälfte der befragten Industriebetriebe, dass das Bildungsniveau der Bewerber gar nicht oder „nicht wirklich“ den Anforderungen im Beruf entspreche.

Nachholbedarf in Schulen

Spartenobmann Salzer ortet hier einen Nachholbedarf in den Pflicht- und Berufsschulen, zumal viele Unternehmen in der Umfrage darauf hingewiesen haben, dass es große Unterschiede zwischen den vorgelagerten Ausbildungsstätten gebe und man deutlich merke, wie intensiv die Jugendlichen dort auf das Berufsleben vorbereitet worden wären. „Zum Thema Digitalisierung brauchen wir für die Lehrerinnen und Lehrer eine umfassende Aus- und Weiterbildungsstrategie“, schlägt er vor. Notwendig sei auch ein System, um die Schulangebote vergleichbar zu machen.

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