Startseite Wirtschaft Ausbildung AMS-Leiter Kücükyasar mit ersten Job-Prognosen für 2024

AMS-Leiter Kücükyasar mit ersten Job-Prognosen für 2024

Langzeitarbeitslosigkeit um 24% gesunken, Rekord bei Stellenbesetzungen

Mag. Mevlüt Kücükyasar / Foto: zVg.
AMS Geschäftsstellenleiter Mag. Mevlüt KücükyasarFoto: zVg.

Die Bilanz für den Arbeitsmarkt in der Stadt und im Bezirk Wr. Neustadt fällt für den Leiter des des Arbeitsmarktservice (AMS) Wiener Neustadt, Mevlüt Kücükyasar, trotz schwieriger Rahmenbedingungen positiv aus.

Im Jahresdurchschnitt ist die Arbeitslosigkeit um 2,4 % gestiegen. Die Langzeitarbeitslosigkeit konnte dafür stark abgebaut werden. Die anhaltende Arbeitskräftenachfrage sorgte für ein noch nie dagewesenes Hoch an Stellenbesetzungen. Und auch die Qualifizierungsoffensive des AMS hat erfolgreich gestartet. Im kommenden Jahr rechnen Wirtschaftsforscher_innen mit leicht steigender Arbeitslosigkeit in Niederösterreich. Die ersten Anzeichen der steigenden Arbeitslosigkeit sind in Wr. Neustadt bereits jetzt spürbar. Der Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit mit gezielter Beratung und Förderung steht auch 2024 ganz oben auf der Agenda des AMS Wr. Neustadt.

Seit Juni 2023 nimmt die Zahl der arbeitslosen Menschen in Wr. Neustadt wie im österreichweiten Trend Monat für Monat zu. „Die anhaltende Arbeitskräftenachfrage seitens der Wirtschaft und die intensive Vermittlungsarbeit unseres Teams ermöglichten es, dass wir einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit bremsen konnten“, so AMS Wr. Neustadt-Chef Mevlüt Kücükyasar. In der Bilanz erwartet das AMS Wr. Neustadt für das Jahr 2023 eine Arbeitslosenquote von 7,5%. Somit befindet sich die Arbeitslosenquote auf dem Niveau des Vorjahres.

Langzeitarbeitslosigkeit stark rückgebaut

Trotz sukzessiv steigender Arbeitslosigkeit ist es dem AMS in Wr. Neustadt gelungen, Langzeitarbeitslosigkeit weiter deutlich abzubauen. „Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern und abzubauen ist sowohl für die betroffenen Menschen und ihre Familien als auch für die Volkswirtschaft wichtig und notwendig. Gegenüber dem Vorjahr ist uns ein Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit um 24% gelungen. Das zählt im österreichweiten Vergleich zu den stärksten Rückgängen und bedeutet gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 mit -52% mehr als eine Halbierung“, freut sich Mevlüt Küückyasar über den Erfolg des AMS Wr. Neustadt-Teams.

Trotz im Jahresdurchschnitt 2023 leicht steigender Arbeitslosenzahlen verzeichnet das AMS Wr. Neustadt bei einigen Kund_innen-Gruppen einen überdurchschnittlichen Anstieg: vor allem bei Männern, der Generation 50 plus und auch bei Jobsuchenden mit gesundheitlichen Problemen ist diese Entwicklung zu beobachten. Erfreulich ist die unveränderte Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen. Zuletzt mit einem Rückgang von 0,2%, ist die Zahl der Jobsuchenden im Alter bis 25, leicht zurückgegangen. Mit 434 Jugendlichen verzeichnete das AMS im Jahrdurchschnitt 2023 die niedrigste gemessene Jugendarbeitslosigkeit in Wr Neustadt seit 2000. „Geringere Berufserfahrung und schwache Konjunktur werden vor allem jungen Menschen in diesem Jahr stärker zu schaffen machen. Daher setzen wir noch intensiver als bisher auf die Vermittlung von Arbeit- und Lehrstellensuchenden Jugendlichen“, so der AMS Leiter.

Rekordjahr 2023 mit 5.2000 besetzten freien Stellen

Der Vermittlungsmotor des AMS brummte 2023 in Niederösterreich auf Hochtouren:

  • 93.400 Vermittlungsvorschläge wurden an Jobsuchende ausgegeben.
  • Fast 6.750 Personen haben ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme beendet.
  • Und knapp 5.200 freie Stellen wurden mit einer passenden Arbeitskraft besetzt – das ist auf dem Niveau des Vorjahres. So viele wie noch in der Geschichte des AMS in Wr. Neustadt.

„Um den Fachkräftemangel zu begegnen, haben wir zu Jahresbeginn eine Qualifizierungsoffensive gestartet mit dem Ziel, dass 230 Jobsuchende mit unserer Unterstützung eine hochwertige Ausbildung beginnen. Bereits im November dieses Jahres waren es über 275! Was mich besonders freut: Die Mehrheit von ihnen, rund 170, sind Frauen“, so AMS-Chef Kücükyasar.

Vorschau auf 2024

Für das Jahr 2024 rechnen Wirtschaftsforscher_innen mit einer moderaten wirtschaftlichen Erholung. Mit steigenden Realeinkommen wird ein wesentlicher Impuls vom Konsum der privaten Haushalte ausgehen. Im Baubereich (Hochbau) wird sich die Rezession allerdings vertiefen. Die Eckdaten:

  • Wirtschaftswachstum für Ö: +1,2% (WIFO) bzw. +0,9% (IHS)
  • Unselbständig Beschäftigte (lt. Institut Sythesis): 664.000; +1,0%
  • Arbeitslose Personen in NÖ (lt. Institut Sythesis): 41.300; +1,2% zu 2023
  • Voraussichtliche Arbeitslosenquote: 5,9%; +0,1%-Punkte zu 2023 (Ö: 6,5%).

Mevlüt Kücükyasar „Wir rechnen im kommenden Jahr mit weiter anhaltender Arbeitskräftenachfrage und damit mit einer guten Dynamik am Arbeitsmarkt, die wir in der Vermittlung intensiv nutzen werden. Allerdings laufen Personen mit Vermittlungshemmnissen wie gesundheitlichen Problemen oder Behinderungen, geringer oder nicht mehr nachgefragter Ausbildung bzw. wenig Berufserfahrung Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden. Ihnen gilt unser besonderes Augenmerk in der Beratung, Vermittlung und Förderung.“

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