Ab­sol­vent der FH Wie­ner Neu­stadt be­geis­ter­te Pro7-Zu­se­her

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Blinos-Gründer Stefan Hofinger / Foto: © FHWN
Blinos-Gründer Stefan HofingerFoto: © FHWN

Wie­ner Neu­stadt: Prä­sen­ta­ti­on von  „Bli­no­s“ bei der Show „Das Ding des Jah­res“

„Als wir die Zusage für die Show bekamen, konnte ich es zuerst gar nicht glauben“, gibt Dipl.-Ing. (FH) Stefan Hofinger, Msc, Gründer und Geschäftsführer der Firma „Blinos“ zu.

In der beliebten Show des deutschen Senders Pro7 „Das Ding des Jahres“ stellen innovative Unternehmen ihr Produkt vor und werden anschließend von einer prominenten Jury bewertet. Begonnen hat Hofingers Weg jedoch etwas anders: Zunächst entschied er sich für das Diplomstudium Wirtschaftsingenieur an der FH Wiener Neustadt, einige Jahre später absolvierte er den Masterstudiengang MedTech, den er 2009 abschloss.

Innovatives Rollo-System

Die Idee zu „Blinos“ entstand im Jahr 2013 – aus einem persönlichen Ärgernis. „Ich habe damals in einer Mietwohnung gewohnt, in der es im Sommer unerträglich heiß wurde. Der Vermieter untersagte die Installation eines Sonnenschutzes, weil dazu Bohrungen an der Fassade notwendig gewesen wären“, erinnert sich der Unternehmer. Aus der Not wurde eine Tugend gemacht, Hofinger begann mit der Entwicklung von „Blinos“ – einem Rollosystem, das komplett ohne Bohrungen auskommt. Nach genauer Ausmessung der Fenster können KundInnen die Vorrichtung online selbst konfigurieren und bestellen. Die Installation erfolgt dann durch den Kunden selbst – ganz ohne Werkzeug und durch bloßes Zusammenstecken der Teile.

Startup aus der Garage

Nach amerikanischem Vorbild wurden die ersten Prototypen in der Garage gebaut. Was folgte, war ein beispielloser Erfolgslauf: Nach Siegen bei Start-Up-Wettbewerben und verschiedenen Innovationspreisen gewann Hofinger mit der Firma Schlotterer den größten Anbieter für nicht-textilen Sonnenschutz in Österreich als Kooperationspartner. „Dann haben wir uns gedacht, wir könnten uns doch bei Pro7 für „Das Ding des Jahres“ bewerben. Daraufhin ging alles sehr schnell, ich wurde zur Aufzeichnung nach Köln eingeladen und habe dort vor einem Millionenpublikum gepitcht. Ein tolles Erlebnis“, erinnert sich Hofinger, der „seiner“ FH Wiener Neustadt auch nach seinem abgeschlossenen Studium bis heute als Vortragender erhalten geblieben ist.

Mastermind und Vortragender

„Ich habe selbst von einer hervorragenden und vor allem praxisnahen Ausbildung an der FH Wiener Neustadt profitiert und dann viel Erfahrung gesammelt. Da liegt es nahe, dass ich diese Erfahrungen an die nächste Generation weitergebe.“ Auch wenn der 36-Jährige die Finalsendung, bei der es unter anderem um 100.000 € Preisgeld geht, hauchdünn verpasst hat, hinterließ er mit seiner Erfindung bleibenden Eindruck bei Jury und Publikum. „Wir haben danach große Anstiege bei den Zugriffen auf unsere Website registriert, vor allem für den deutschen Markt gibt uns der Auftritt einen ordentlichen Schub.“

Start Up-Center als Wegbereiter

Mit einer innovativen Idee, einer erfrischend unbekümmerten Art und hartnäckigem Idealismus hat es Stefan Hofinger geschafft, ein Unternehmen aufzubauen, das für die Zukunft gerüstet ist. Damit ist er ein Paradebeispiel für den Gründergeist, der an der FH Wiener Neustadt gefordert und gefördert wird. „Mit dem Start Up-Center, wo junge GründerInnen bei der Entwicklung von Geschäftsideen und der Erstellung von Businessplänen unterstützt werden, stellt die FH Wiener Neustadt den idealen Nährboden für neue und innovative Unternehmen dar, die die österreichische Wirtschaft bereichert und so vielfältig macht“, so Dr. Thomas Wally, CFA, Leiter des Start Up-Centers an der FH Wiener Neustadt.