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Wiener Neustadt bekennt sich zu “Raus aus Öl und Gas”

Umstieg auf klimafreundliche Heizungen

Dieser Artikel wurde vor 2 Jahren veröffentlicht. (Letztes Update vor: 2 Jahren)

Raus aus Öl und Gas / Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller
Bürgermeister Klaus Schneeberger und Umweltstadtrat Norbert Horvath mit Geschäftsführer Herbert Greisberger und Regionsleiter Gerald Stradner von der eNu.Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller

Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung durch Bürgermeister Klaus Schneeberger und Umweltstadtrat Norbert Horvath am vergangenen Freitag ist Wiener Neustadt ab sofort “Raus aus Öl und Gas”-Partnergemeinde.

Es handelt sich dabei um eine Kampagne des Landes NÖ und der Energie- und Umweltagentur des Landes (eNu), die Öl- und Gas-Heizerinnen und -Heizer zum Umstieg auf erneuerbare Energie motivieren soll.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Ölheizungen sind für ein Drittel der Treibhausgas-Emissionen der Haushalte verantwortlich. Als erstes Bundesland hat Niederösterreich ein Ölkesselverbot für Neubauten beschlossen. Nun geht es darum, diesen Weg konsequent auch für bestehende Ölheizungen fortzusetzen. Ich freue mich, dass Wiener Neustadt unsere Initiative unterstützt und unser vielfältiges Informations- und Beratungsangebot dazu nützt.”

Jährlich -7% Ölheizungen

Bürgermeister Klaus Schneeberger und Umweltstadtrat Norbert Horvath: “Auf fossilen Brennstoffen basierende Heizsysteme zählen zu den klimaschädlichsten aller verfügbaren Technologien. Darüber hinaus unterliegen fossile Energieträger großen Preisschwankungen und werden in Zukunft eher teurer als günstiger werden. Gemeinsam mit dem Land NÖ, der eNu und als Teil der ‘Raus aus Öl und Gas’-Kampagne wollen wir daher künftig mit den Bürgerinnen und Bürgern in Dialog treten, sie über die Vorteile des Heizens mit erneuerbaren Energien informieren und ihnen beim Öl- und Gas-Ausstieg beratend zur Seite stehen. Das gemeinsame Ziel mit dem Land NÖ und der eNu ist es, jährlich 7 Prozent der Ölheizungen im Gemeindegebiet auf erneuerbare Heizsysteme umzustellen, und so einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Als Klima- und Energiemodellregion sowie Klimabündnis-Gemeinde der ersten Stunde ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, hier aktiv mitzuwirken.”

Förderungen von Bund und Land

In Neubauten ist es in Niederösterreich bereits seit 2019 verboten, Ölheizungen einzubauen – in den nächsten Jahren soll der Ausstieg auch im Altbestand Zug um Zug erfolgen. Bund und Land fördern dies mit insgesamt bis zu 14.000 Euro – in der Regel ist damit fast die Hälfte der Investitionskosten für die neue Heizung gedeckt. Gefördert wird die Umstellung eines fossilen Heizungssystems auf eine klimafreundliche Heizung. Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger ist außerdem ab 2022 steuerlich absetzbar.

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