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Wiener Neustadt: Aktion gegen Müll im öffentlichen Raum

„Trashbusters“-Tour machte Halt in Wiener Neustadt

Trashbusters / Foto: Stadt Wiener Neustadt/Michael Weller
Von rechts: Franz Dinhobl, Landtagsabgeordneter und Stadtrat für Stadtentwicklung, Infrastruktur & Mobilität; Norbert Horvath, Stadtrat für Umwelt & Beschaffung; Andreas Pertl, ÖSTERREICH SAMMELTFoto: Stadt Wiener Neustadt/Michael Weller

Absperrband, Beweismarkierungen am Boden und echte Abfallfundstücke von der Straße: Die bundesweite Aktion „Trashbusters on Tour“ machte Halt in Wiener Neustadt und verwandelte die Fußgängerzone in der Herzog-Leopold-Straße in einen Tatort. Das aufzuklärende „Verbrechen“: Littering, also das achtlose Wegwerfen von Abfällen. So wurde mit Unterstützung der Stadtpolitik auf das Problem der Vermüllung von Straßen, Parks und der Natur aufmerksam gemacht.

Kein Thema sorgt für mehr Unmut: In einer aktuellen, repräsentativen Umfrage des Market Instituts im Auftrag der Initiative ÖSTERREICH SAMMELT gaben mehr als acht von zehn Menschen in Österreich (84 Prozent) an, sich „sehr“ oder „etwas“ über Müll auf Straßen oder in der Natur zu ärgern. Knapp ein Drittel (31 Prozent) hat sogar den Eindruck, dass die Vermüllung in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Gleichzeitig geben 49 Prozent an, selbst schon einmal Abfälle achtlos entsorgt zu haben. Tatsächlich sind die Mengen an Müll in der Öffentlichkeit besorgniserregend: Laut dem 1. Österreichischen Littering Report landen jedes Jahr 15.000 Tonnen an Abfällen auf der Straße oder in der Natur – das entspricht dem jährlichen Restmüll-Aufkommen einer 30.000-Einwohner:innen-Gemeinde.

Kooperation mit der Gemeinde Wiener Neustadt

Vor diesem Hintergrund organisiert die Initiative ÖSTERREICH SAMMELT derzeit eine Infotour der besonderen Art durch das ganze Land. Ziel der Aktion ist es, die Aufklärung über dieses Thema spielerisch aufzubereiten und relevante Informationen gemeinsam mit den lokalen AkteurInnen der Kommunen dorthin zu bringen, wo das Problem entsteht – auf die Straße. Am Dienstag machte die Trashbusters-Tour Halt in Wiener Neustadt, um im Beisein von Franz Dinhobl, Landtagsabgeordneter und Stadtrat für Stadtentwicklung, Infrastruktur & Mobilität, sowie Norbert Horvath, Stadtrat für Umwelt & Beschaffung, über dieses wichtige Thema aufzuklären.

Tatort Fußgängerzone

Bei der Infotour stehen lebendige Mistkübel im Mittelpunkt: die Trashbusters. Sie inszenieren einen Müll-Tatort – einen Ort des Verbrechens, wie man ihn aus Filmen kennt. In Detektivrollen sprechen sie PassantInnen direkt an, stellen Fragen wie „Was glauben Sie – was ist hier passiert?“ und vermitteln spielerisch Wissen über die Ausmaße und Auswirkungen weggeworfener Verpackungen, Getränkebecher und Zigarettenstummeln, sowie darüber, was jede und jeder gegen Littering unternehmen kann. Ein Abfall-Quiz lud zum Mitmachen ein, mit kleinen Überraschungen und Give Aways als Gewinn.

Das Team der Wiener Neustädter Abfallberatung half bei der Umsetzung der Aktion und war mit regionalen Informationen, Tipps und Tricks rund um die richtige Entsorgung von Abfällen vor Ort.

Sauberkeit als Wohlfühlaspekt

Franz Dinhobl, Landtagsabgeordneter und Stadtrat für Stadtentwicklung, Infrastruktur & Mobilität: „Wir wollen auch in Wiener Neustadt das Bewusstsein zu den Auswirkungen von achtlos weggeworfenem Abfall schärfen. Denn nur in einer sauberen Stadt fühlen die Menschen sich sicher und wohl. Die Trashbusters thematisieren dies nah an den Menschen auf humorvolle Weise, und zeigen auf, was jeder von uns gegen die Vermüllung unternehmen kann.“

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