Startseite Umwelt Bodenversiegelung Ostumfahrung: Kritik an Schwarzblauer Politik zum „Weltbodentag“

Ostumfahrung: Kritik an Schwarzblauer Politik zum „Weltbodentag“

Verein ‚Vernunft statt Beton‘ ist entsetzt über die Dimension der Ostumfahrung

Ostumfahrungstrasse / Foto: Vernunft statt Beton
Lokalaugenschein an der Trasse der OstumfahrungFoto: Vernunft statt Beton

Anlässlich des „Weltbodentags“ am 5. Dezember hat der Verein „Vernunft statt Beton“ die Baustelle zur Ostumfahrungstrasse auf den Äckern zwischen Wiener Neustadt und Lichtenwörth besucht.

Die Gruppe war bestürzt, denn vor Ort sieht man nun in der Realität, dass die Straße völlig überdimensioniert ist. „Es ist schade um das wertvolle Ackerland und schade um die Millionen, die die schwarzblaue Landesregierung für die Ostumfahrung ausgibt, während sie im Sozialbereich kürzt. Hier hätte man einsparen können, wenn Verkehrs-Landesrat Udo Landbauer und Bürgermeister Klaus Schneeberger den Mut gehabt hätten für einen Kompromiss“, so die Gruppe.

Bodenversiegelung adé?

Die 10.000 Personen, die eine Alternativenprüfung gefordert hatten, wurden leider ignoriert. Und auch die eigenen Versprechen werden ignoriert, denn 2022 erklärte Bgm. Schneeberger beim Beitritt der Stadt Wiener Neustadt zum „Bodenbündnis“, dass der „Bodenversiegelung der Riegel vorgeschoben“ wird.

Irene Nemeth, Obfrau von „Vernunft statt Beton“ sagt: „Mit der Ostumfahrung bei Wiener Neustadt werden nicht nur 5 ha unwiederbringlich versiegelt, sondern es gehen 18 ha fruchtbarstes Ackerland verloren. Ein Projekt aus Asphalt und Beton, das in Zeiten von Klimakrise und Bangen um Ernährungssouveränität völlig aus der Zeit gefallen ist. Wir fordern, dass der Schutz des Bodens in der Verfassung verankert wird und in UVPs einen vorrangigen Stellenwert bekommt.“

Besuch beim „Protest-Marterl“

Die Gruppe besuchte auch das „Protest-Marterl“, das auf einem Acker neben der Ostumfahrungstrasse in im Oktober errichtet wurde. Es ist auch ein Mahnmal gegen die „sinnlose Vernichtung von wertvollem Ackerboden im Rahmen der Ostumfahrung“, wie auf der Marterl-Tafel steht. Zu dem Mahnmal hat die Katholische Aktion (KA) anlässlich des „Weltbodentages“ ein Baumstück gelegt, das von einem Auwald-Baum stammt, der am 24.10. 2024 gerodet wurde, um für eine 11m hohe Ostumfahrungs-Brücke durch die Fischa-Au Platz zu machen.

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