Grü­ne: In­itia­tiv­an­trag für „ech­ten Baum­schutz“ in Wr. Neu­stadt

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Stadträtin Tanja Windbüchler, GF Anneliese Weichart, Andrea Ehmert, Klubobfrau Selina Prünster, Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft und Erstunterzeichner August Lechner, Christine Heimhilcher, Willi Kodym, Franz Hollerer, GR Andreas Löffler

Bür­ge­rIn­nen kön­nen Baum­schutz di­rekt in den Ge­mein­de­rat brin­gen

„Zusehends verschwinden Bäume aus Wiener Neustadts Stadtbild!“ zeigt sich August Lechner, der in Wiener Neustadt wohnhafte Regionalsprecher der Grünen Wirtschaft, besorgt.

„Viele Bürgerinnen und Bürger wollen nicht mehr tatenlos zusehen, wie immer wieder zahlreiche Bäume für fadenscheinige Projekte gefällt werden.“, so Lechner.

Stadtbäume als natürliche Klimaanlagen

2019 wurde im Gemeinderat eine Baumschutzverordnung beschlossen, die offensichtlich große Lücken aufweist. „Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, wird erschrocken feststellen: Hinter Bauzäunen werden zahlreiche Bäume gefällt und ganze Wälder verschwinden. Diese zahnlose Baumschutzverordnung schützt unsere Bäume nicht ausreichend.“ so Lechner weiter. „Bäume sind wichtig, um der massiven Erwärmung unserer Stadt entgegenzuwirken. Ein ausgewachsener Baum verdunstet an einem Sommertag bis zu 400 Liter Wasser und bindet bis zu 1 Tonne Staub im Jahr. In Zeiten des Klimawandels mit steigender Hitzebelastung in den Stadtzentren sind Stadtbäume als natürliche Klimaanlagen überlebensnotwendig für die Stadtbewohner. Unter den Augen der Wiener Neustädter Stadtregierung wird abgeholzt, gebaut und versiegelt als gäbe es keine Klimakrise und keine jährlich wiederkehrenden Hitzerekorde. Wir brauchen so schnell wie möglich einen verbindlichen Schutz unserer Stadtbäume!“ zeigt sich Lechner entschlossen.

Überarbeitung der Baumschutzverordung

„Wir Grüne haben nicht mitgestimmt, als die Baumschutzverordnung im Gemeinderat beschlossen wurde. Und das hat einen einfachen Grund, sie ist grob mangelhaft. Es können beispielsweise gemeinnützige Wohnbauträger Bäume einfach fällen, um Wohnungen zu bauen. Nachpflanzungen sind nicht zwingend und können nach Gutdünken gemacht werden oder eben auch nicht. Das sehen wir z.B. bei der Bebauung am alten Stadionareal. Hier sind schon einige Pappeln gefallen.“ So Klubobfrau der Grünen Selina Prünster. „Wir wollen endlich einen verbindlichen Baumschutz für Wiener Neustadt und fordern daher eine Überarbeitung der Baumschutzverordung. Der Initiativantrag ist eine Möglichkeit der direkten Demokratie. Wer unterschreibt, bringt das Thema direkt in die Gemeinderatssitzung ein. Das kann Bürgermeister Schneeberger nicht so einfach ablehnen.“ erklärt Prünster dieses Instrument. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die benötigten 500 Unterschriften bald gesammelt haben werden, weil die Bevölkerung der Stadt sehr besorgt um unsere Bäume ist.“

Baumschutzverordnung Wr. Neustadt / Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller

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