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Greenpeace: Asbestbelastung nahe Spielplatz in Wiener Neustadt

Greenpeace-Untersuchung zeigt: auch in NÖ hohe Asbestbelastung

Asbestbelastung / Foto: Greenpeace
Asbesthältiger Schotter in Wiener NeustadtFoto: Greenpeace

Nach zahlreichen Asbestfunden im Burgenland und in der Steiermark hat Greenpeace nun auch in Niederösterreich an mehreren Orten eine starke Asbestbelastung festgestellt. Betroffen sind Krumbach und Kirchschlag in der Buckligen Welt sowie Wiener Neustadt.

In den ersten beiden Ortschaften hat die Umweltschutzorganisation bei einem Straßenbankett, bei Parkplätzen und bei einer Freizeitanlage nach strengen Laborvorgaben sowohl Material- als auch Staubabdruckproben gezogen und von einem spezialisierten Labor auswerten lassen. Alle vier Materialproben enthalten zwischen fünf und 20 Prozent Asbest. Zwei der vier Staubproben weisen mit bis zu 170 Fasern pro Quadratzentimeter eine deutliche Belastung auf, was eindeutig zeigt, dass sich hier eine beträchtliche Menge an Asbestfasern in der Luft befunden hat.

Spielplatz gesperrt

In Wiener Neustadt wurde asbesthaltiges Material nahe einer E-Auto-Ladestation sowie eines Restaurants mit Spielplatz dokumentiert. Laut ORF reagierte die Stadt Dienstagfrüh: Man habe von dem Problem aus den Medien erfahren und den betroffenen Spielplatz mittlerweile gesperrt sowie das betroffene Straßenbankett mit einer Plane abgedeckt.

Auch das Gelände eines mittelständischen Unternehmens im Industrieviertel ist laut Greenpeace-Analyse von Asbestbelastung betroffen. Die Firma hat sofort Sanierungsmaßnahmen gesetzt und muss nun große Mengen verunreinigten Schotter auf eigene Kosten entsorgen. Der bereits entstandene finanzielle Schaden ist enorm.

Die Spitze des Eisbergs?

Stefan Stadler, wissenschaftlicher Experte bei Greenpeace Österreich, sagt: „Spätestens jetzt ist klar: Auch Niederösterreich wurde nachweislich Opfer des burgenländischen Asbest-Skandals – mit allen potenziellen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Die uns vorliegenden Laborergebnisse sind nur die Spitze des Eisbergs.”

Das belastete Material stammt aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem mittlerweile gesperrten Steinbruch Pilgersdorf im Burgenland, heißt es in einer Aussendung von Greenpeace. Er wird von der Firma Zöchling betrieben und steht im Eigentum der Fürst Esterházy’sche Privatstiftung Lockenhaus. Das dort abgebaute und stark asbesthaltige Material ist extrem brüchig und feinfaserig. Schon bei geringsten Belastungen gelangen Asbestfasern in die Luft.

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