PVA-Obmann Anderle besuchte Sonderkrankenanstalt Felbring

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Obmann Manfred Anderle, Pflegedienstleiter Fabian Fischer, MSc., Ärztlicher Leiter Prim. Dr. Johann Mikl und Verwaltungsleiter Ing. Bernhard Winkler, MSc. Foto: Golser/SKA Felbring

Vorbereitungen für einen Pilotversuchs zu psychiatrischer Rehabilitation

Die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) verfügt insgesamt über 17 Eigene Einrichtungen, 15 für stationäre Behandlungen und zwei für ambulante Rehabilitation. Die einzelnen Einrichtungen dienen dem Ziel, die Rehabilitation nach einer schweren Erkrankung – etwa nach Herzerkrankungen – durchzuführen und so eine Rückkehr ins normale Leben und auch in den Beruf zu ermöglichen oder eine Pflege hintanzuhalten. Eine der stationären Rehabilitationszentren ist die Sonderkrankenanstalt in Felbring bei Muthmannsdorf.

Felbring bietet Rehabilitation im Bereich der Herzkrankheiten an. Der Obmann der Pensionsversicherungsanstalt, Manfred Anderle besuchte am 6. April die Einrichtung, um sich ein Bild von den Leistungen zu machen.

Thema „Kunstherz“ im Fokus

Wie auch alle anderen Rehabilitationszentren, und auch der aktuellen Gesundheitsphilosophie der Pensionsversicherungsanstalt folgend, bietet jedes der 17 Häuser Spezialisierungen an. Denn auch die Medizin wird immer komplexer. In Felbring ist es das Thema „Kunstherz“. Als einzige stationäre Einrichtung im Osten Österreichs gibt es in Felbring dazu eine Rehabilitation.

„Seit das AKH in Wien die ersten Eingriffe vor weit mehr als zehn Jahren für ein so genanntes Kunstherz durchführte, sind wir der Partner, wenn es darum geht, die Rehabilitation dieser Patientinnen und Patienten nach der schweren Operation durchzuführen“, erläutert der ärztliche Leiter Dr. Johann Mikl. Denn ein solches Gerät benötigt eine gute Schulung und Training. „Wie gehe ich mit dem Gerät um? Wie mache ich die Wundversorgung? Wie kann ich mich selbst um das Thema Blutgerinnung kümmern?“

Von den insgesamt 118 Patientinnen und Patienten, die in Felbring untergebracht werden können, befinden sich immer etwa 3 bis 6 Personen wegen eines Kunstherzens in Felbring, die meist auf ein Transplantat warten und denen diese Technologie das Leben gerettet hat. Neben den Patientinnen und Patienten selbst werden auch die Angehörigen geschult, um im Ernstfall unterstützen zu können.

Pilotversuch Psychokardionlogie

Ab dem kommenden Jahr wird in Felbring auch eine psychiatrische Rehabilitation (Psychokardionlogie) aufgebaut. In einem Pilotversuch werden zunächst 25 Betten für Personen, die auf Grund seelischer Belastung an Herzproblemen leiden, reserviert. „Der Bedarf ist auf jeden Fall gegeben. Das zeigen die Analysen. Derzeit sind wir in der Vorbereitungsphase und suchen zum Beispiel noch nach geeignetem Personal. Auch ein Umbau, der bereits geplant ist, wird dafür genützt, die notwendigen Adaptierungen, wie die Neugestaltung der Therapieräume durchzuführen“, so Mikl. Felbring wird somit die erste der 17 Eigenen Einrichtungen der PVA, die stationäre Rehabilitation in diesem Bereich anbietet. „Das Haus ist Ende der 1960er Jahre erbaut worden. In einigen Bereichen kam es noch nie zu Umbauten. Nun gilt es, auch hier moderner zu werden und das Haus den neuen Gegebenheiten anzupassen“, betont der Verwaltungsleiter Ing. Bernhard Winkler, MSc.

„Medizinische Spitzenleistungen mit hoher Expertise“

„Die eigenen Einrichtungen sind ein wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung und der sozialen Sicherheit in Österreich“, hält Anderle fest. „Hier werden medizinische Spitzenleistungen mit sehr hoher Expertise erbracht.“ Bei allen Gesundheitsmaßnahmen liegt der Fokus auf mehr Aktivität und Eigenverantwortung. „Die drei Grundprinzipien sind Schulung, Bewegung und Motivation. Schon heute besteht eine Rehabilitation bei uns zu 60 Prozent aus aktiven Therapien, also Bewegung, 30 Prozent Schulungen und nur zu 10 Prozent passiven Elementen, wie etwa Massagen“, sagt der Pflegedienstleiter des Hauses, Fabian Fischer, MSc.

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