Für weite Teile Niederösterreichs haben die Expertinnen und Experten von GeoSphere Austria ab Donnerstag eine Hitzewarnung ausgegeben. Aufgrund der prognostizierten anhaltend hohen Temperaturen wird das NÖ Hitzewarnsystem aktiviert.
Krankenhäuser, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen sowie weitere Organisationen sind aufgerufen, ihre internen Hitzeschutz- und Maßnahmenpläne umzusetzen.
„Eine Hitzewelle darf keinesfalls unterschätzt werden. Hohe Temperaturen stellen eine ernst zu nehmende Belastung für den menschlichen Organismus dar. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig vorzusorgen, aufeinander zu achten und die empfohlenen Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen“, betont Gesundheitslandesrätin Eva Prischl.
Zahl der Hitzetage gestiegen
Die Auswirkungen von Hitzeperioden nehmen auch in Niederösterreich spürbar zu. Die Zahl der Hitzetage hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich erhöht und in manchen Regionen sogar verdreifacht. Um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden, werden insbesondere eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, leichte Kost, luftige Kleidung, die Vermeidung von schwerer Arbeit oder körperlicher Betätigung im Freien wie auch der Aufenthalt im Schatten, vor allem während der Mittagszeit, empfohlen.
„Das Hitzerisiko hängt in hohem Maße von der individuellen Veranlagung, Vorerkrankungen und dem individuellen Verhalten ab. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sowie Personen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Deshalb ist es wichtig, die Hitzewarnung zu beachten und rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen“, so Prischl abschließend.
So kann man sich helfen
Die Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien empfiehlt:
- Trinken Sie an heißen Tagen mindestens zwei Liter Wasser täglich.
- Kühlen sie sich ab – z.B. durch auflegen eines feuchten Tuches auf Kopf und Nacken.
- Tragen Sie helle und luftige Kleidung.
- Verzichten Sie auf körperliche Anstrengung, vor allem im Freien in direkter Sonneneinstrahlung.
- Verzichten Sie auf den Konsum von Alkohol.
- Halten Sie Wohnräume möglichst kühl indem Sie tagsüber abdunkeln und nachts lüften.
- Schauen Sie regelmäßig nach älteren, kranken oder alleinlebenden Personen.
Diese Bezirke sind betroffen
Ab 25.06.2026 ist in folgenden Bezirken mit starker Hitzebelastung zu rechnen:
- Bezirk Krems an der Donau (Stadt)
- Bezirk Sankt Pölten (Stadt)
- Bezirk Wiener Neustadt (Stadt)
- Bezirk Baden
- Bezirk Bruck an der Leitha
- Bezirk Gänserndorf
- Bezirk Krems (Land)
- Bezirk Melk
- Bezirk Mödling
- Bezirk Sankt Pölten (Land)
- Bezirk Tulln
- Bezirk Wiener Neustadt (Land)











