Corona-Lagebesprechung: noch keine Entwarnung

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Corona-Lagebesprechung / Foto: © NLK Filzwieser
Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Christof Constantin Chwojka, Geschäftsführer von Notruf 144 NÖ, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Berndt Schreiner, Chefarzt des Roten Kreuzes NiederösterreichFoto: © NLK Filzwieser

Dringender Impfappell von LHStv. Pernkopf und LR Königsberger-Ludwig

„Der Höhepunkt bei den Intensivpatienten ist wahrscheinlich erreicht, die Lage bleibt dennoch sehr angespannt, das Personal weiter am Limit und die OP-Situation kritisch“, sagte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf im Anschluss an die Corona-Lagebesprechung am heutigen Montag im NÖ Landhaus in St. Pölten.

Obwohl sich die Tagesinzidenz fast und die Anzahl der Neuinfektionen mehr als halbiert habe, könne dennoch keine Entwarnung gegeben werden, meinte Pernkopf und unterstrich einmal mehr, dass Impfen die sinnvollste Maßnahme sei: „70 Prozent aller Niederösterreicher sind zwei Mal geimpft, eine halbe Million hat auch schon den dritten Stich erhalten. Damit ist Niederösterreich mit dem Burgenland an der EU-Spitze; auch bei den Kindern zwischen fünf und elf Jahren sind bereits 16.200 geimpft“.

Mortalitätsrate auf Intensivstationen gestiegen

Nachdem in der letzten Woche rund 150.000, und damit rund 25.000 Menschen pro Tag, geimpft worden seien, gebe es weitere 220.000 verfügbare Termine in den 500 Ordinationen, sechs Impfbussen etc.; zuletzt habe das Gesundheitsministerium auch 300.000 zusätzliche Pfizer-Impfdosen zugesagt, führte Pernkopf abschließend aus und appellierte einmal mehr, sich impfen zulassen: „Die Mortalitätsrate auf den Intensivstationen, die im Vorjahr noch bei 30 Prozent lag, beträgt mittlerweile zwischen 40 und 50 Prozent“.

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig sprach ebenfalls von einer leichten Entspannung während der letzten Tage: „Die 7-Tage-Inzidenz, die in der Vorwoche noch bei 786 lag, beträgt aktuell 517“. Auch sie appellierte, das reichhaltige Impfangebot im Land mit seinen neun Impfzentren, den Pop-Ups in den Gemeinden und Supermärkten, den Impfbussen etc. in Anspruch zu nehmen.

Briefeinladungen zu Impfterminen

Nachdem es zuletzt nur noch 800 Erstimpfungen pro Tag gegeben habe, sei jetzt endlich die gesetzliche Grundlage geschaffen worden, bis dato Ungeimpfte per Brief zu einem persönlichen Impftermin einzuladen, so Königsberger-Ludwig weiter. Diese rund 180.000 bis 200.000 Briefe gehen ab Donnerstag an alle Menschen ab 18 Jahren mit Hauptwohnsitz in Niederösterreich. Ab 15. Dezember soll zudem auch der Kinder-Impfstoff in Niederösterreich zur Verfügung stehen.

Zahlreiche Testmöglichkeiten in NÖ

Bezüglich der neu positiv Getesteten bezifferte die Landesrätin den Anteil der Menschen zwischen null und 29 Jahren mit 41 Prozent, der Menschen zwischen 30 und 59 Jahren mit 47 Prozent und der Menschen über 60 Jahren mit nur noch 12 Prozent. „Das Testangebot in Niederösterreich bleibt weiter sehr groß: Rund 190 Gemeinden bieten Antigentests an, rund 170 Apotheken PCR-Tests nach Terminvergabe. Dazu kommen ca. 160 Ärzte und Ärztinnen sowie zuletzt 133 SPAR-Märkte, in denen die Gurgeltests drei Mal pro Tag abgeholt werden“, sagte Königsberger-Ludwig abschließend.

Berndt Schreiner, Chefarzt des Roten Kreuzes Niederösterreich, schloss sich dem Impfappell an: „Nur die Impfung ist der Ausweg aus der Pandemie“. In das selbe Horn stieß auch Vizepräsident Dietmar Baumgartner von der Ärztekammer Niederösterreich, der die gute Zusammenarbeit der Ärztinnen und Ärzte mit dem Land Niederösterreich und Notruf 144 hervorhob: „Dank dieser guten Kooperation zwischen Ärztekammer und Land ist Niederösterreich nach dem Burgenland Zweiter bei der Durchimpfungsrate“.

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