Streit um Gas­tro-Plei­te im Aka­de­mie­bad

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Gastronomie-Pleite / ©  Bernhard R. / pixelio.de
Kein Nachschlag mehr: wenn Gastronomie-Betreiber Insolvenz anmelden, bleibt der Magen leer.© Bernhard R. / pixelio.de

Wie­ner Neu­stadt: of­fe­ner Streit zwi­schen SPÖ un­d ÖVP um Kan­ti­nen-Plei­te im Frei­bad

Vor 3 Monaten wurde Stefan Camus, der bereits die Aqua Nova kulinarisch betreute, als neuer Bad-Gastronom des Akademiebades präsentiert. Jetzt ist der Gastrobetreiber insolvent.

Vor 3 Monaten wurde Stefan Camus, der bereits die Aqua Nova kulinarisch betreute, als neuer Bad-Gastronom des Akademiebades präsentiert. Jetzt ist der Gastrobetreiber insolvent.

Das Thema „Freibäder“ und die Situation um fehlende Bademöglichkeiten in der Stadt ist ein beliebtes Streitthema in der „Allzeit Getreuen“. Die Gastro-Pleite in den Badeanstalten heizt nun die Stimmung zu diesem Thema weiters an.

Unger: „schwarz-blauer Scherbenhaufen“

„Die Qualität der Dienstleistungen hatte schon in den letzten Monaten reihenweise die Badegäste verärgert.“, so Stadträtin Lidwina Unger.

„Nun zeigt sich bitter, wie richtig die Argumente der SPÖ für die Erhaltung einer stadteigenen Gastronomie aus Gründen der Nachhaltigkeit, der Zuverlässigkeit und der Qualität für die KundInnen waren. Endergebnis der ÖVP-FPÖ-Gastropolitik: MitarbeiterInnen freigesetzt, Badegäste verärgert, Vertrauen in die Stadt und Ruf beschädigt. Fazit: Ein schwarz-blauer Scherbenhaufen zu Lasten von Wiener Neustadt.“, so die rote Stadträtin abschließend.

Pfisterer kontert scharf

Zur Kritik von SPWN-Stadträtin Ungar zur Bäder-Gastro in Wiener Neustadt hält GR Ing. Robert Pfisterer (ÖVP) fest: „Offensichtlich hat die Frau Stadträtin schon wieder vergessen, dass die frühere SPÖ-Stadtführung mit der stadteigenen Gastronomie-Schiene jährliche Verluste eingefahren hat und der Rechnungshof in seinem Bericht die sofortige Auflösung empfohlen hat. Dieser Empfehlung ist die bunte Stadtregierung im Zuge des Sanierungsverfahrens gefolgt.“

Wetter als Pleite-Faktor?

In einer Aussendung erklärt der Stadtrat: „Fest steht, dass der Pächter, der mit viel Engagement und zahlreichen Veranstaltungen an die Sache heran gegangen ist, aufgrund des durchwachsenen Wetters heuer leider in Insolvenz gehen musste. Selbstverständlich unternimmt die zuständige stadteigene Gesellschaft zur Stunde alles, um einen neuen Pächter zu finden.“

„Wenn die Frau Stadträtin meint, dass die Stadt die Bäder-Gastro wieder selbst betreiben soll, kann sie sich ja gerne mit ihren SPWN-Stadtratskollegen hinstellen. Dann würden endlich wirklich alle für ihr monatliches Stadtrats-Salär auch einmal etwas für die Stadt leisten. Im Rathaus sind ja so manche Herrschaften nur selten anzutreffen“, so Pfisterer abschließend.