Schnee­ber­ger un­ter­stützt „Pro Ost­um­fah­rung“ – Po­littrick­se­rei?

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Ostumfahrung Initiativen / Foto: Wiener Neustadt (Weller) / Radlobby
Wiener Neustadts Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger (links) unterstützt die Initiative "Pro Ostumfahrung" während Hannes Höller (Radlobby Wiener Neustadt) und Georg Panovsky (Initiative Ostumfahrung - So nicht!) (rechts) sich für den Stopp der Ostumfahrung stark machen. Foto: Wiener Neustadt (Weller) / Radlobby

Wie­ner Neu­stadt: Bür­ger­meis­ter Schnee­ber­ger un­ter­stützt In­itia­ti­ve „Pro Ost­um­fah­run­g“ – Rad­lob­by: „Po­littrick­se­rei auf Kos­ten der An­rai­ne­rIn­nen“

Die Diskussion um die Ostumfahrung Wiener Neustadt geht weiter: die Bürgerinitiative Ostumfahrung – So nicht! sieht in der neuen Initiative eine reine Trickserei der ÖVP Wiener Neustadt.

Die Diskussion um die Ostumfahrung Wiener Neustadt geht weiter: die Bürgerinitiative Ostumfahrung – So nicht! sieht in der neuen Initiative eine reine Trickserei der ÖVP Wiener Neustadt.

Schneeberger: „Freue mich über diese Initiative“

„Ich freue mich über diese Initiative und habe auch schon selbst als Unterstützer unterschrieben. Es zeigt, wie wichtig dieses Thema für die Wiener Neustädter Bevölkerung, aber auch die lokale Wirtschaft ist. Die Ostumfahrung entlastet aber nicht nur die Stadt Wieener Neustadt, sondern auch die umliegenden Gemeinden. Am meisten profitieren die Bewohnerinnen und Bewohner von Lichtenwörth“, so Schneeberger.

Der Bürgermeister verweist in diesem Zusammenhang in einer Aussendung  auch auf die Unterstützung durch die Stadtpolitik generell: „Wir haben im Wiener Neustädter Gemeinderat mehrfach mit großer Mehrheit Beschlüsse für die Ostumfahrung gefasst. Als Klubobmann im Niederösterreichischen Landtag werde ich aber auch im Land alles dafür tun, dass dieses Projekt so rasch als möglich umgesetzt wird.“

Die Initiative „Pro Ostumfahrung“

Ins Leben gerufen haben die neue Initiative die Unternehmer Judith Hönig, Joe Wöber und Christian Kröll, der ehemalige Kommandant der Wiener Neustädter Feuerwehr, Ing. Herbert Schanda, Brigitte Fischer – als direkte Anrainerin der Nestroystraße seit Jahren engagierte Befürworterin der Ostumfahrung – , sowie DI Mag. Irmfried Aringer (Hauptplatz/Ungarkreuzung).

Radlobby: Aktion ist billige Polittrickserei

Hannes Höller von der Radlobby sieht in der neu gegründeten Initiative für die Ostumfahrung nur eine PR-Aktion der ÖVP: „Vor wenigen Tagen wurde die Unterschriftenaktion ‚Pro Ostumfahrung‘ gestartet. Ein prominentes 3-Personenkomitee lässt die Aktion wie eine Bewegung von der Basis aussehen. In Wirklichkeit steckt die ÖVP Wiener Neustadt dahinter. Ein gefährliches Spiel. BürgerInnen werden gegeneinander ausgespielt. AnrainerInnen der Nestroystraße, Stadionstraße und Grazer Straße werden mit falschen Versprechungen gelockt. Statt der bereits in den Planungen fixierten mit bis zu 11,5 Meter hohen Lärmschutzwänden eingehausten Umfahrungsstraße wird auf der Website eine Straße im Grünen abgebildet.“

„Die Leute unterschreiben für etwas, ohne Infos zu den Behauptungen – weniger Lärm, weniger Schadstoffe, weniger Unfälle – geliefert zu bekommen. Und das, obwohl die Verkehrsuntersuchung des Landes NÖ bereits seit eineinhalb Jahren vorliegt und seither unter Verschluss gehalten wird. In der Nestroystraße würde der Verkehr trotz Ostumfahrung um 24 % steigen, auf der Grazer Straße um 7 %. Davon ist auf der Website ‚Pro Ostumfahrung‚ nichts zu lesen“, kritisiert Höller weiters.

Zu wenig Infos zu Planungen

500 Unterschriften übergab die Bürgerinitiative “Ostumfahrung – So nicht!” an das Land Niederösterreich. Als einzige Antwort darauf gab es bisher eine knapp gehaltene, unverbindliche Zusage von Niederösterreichs Straßenbaudirektor Christof Dauda, die Anliegen der Anrainer zu prüfen. Initiativensprecher Georg Panovsky: “ Für diese Antwort hat man mehr als ein Monat gebraucht. Es zeigt sich wiederum, dass die Anliegen der Anrainerinnen und Anrainer bei den Verantwortlichen keine Priorität haben. Über uns wird drübergefahren. Und zum Stand der Planungen und zum weiteren Ablauf gibt es keine neuen Infos.“

Weitere Infos auf den Websites von Pro Ostumfahrung
und Ostumfahrung – So nicht!.