Parken am Hauptplatz: Grüne strikt dagegen

Foto: Autoverbot am Hauptplatz
Foto: Robert Mayer / wn24

Ärger über Verkehrssituation in Wiener Neustadt

Die Verbannung des PKW-Individualverkehrs vom Wiener Neustädter Hauptplatz brachte eine nahezu autofreie Stadtmitte und somit mehr Platz für Fußgeher, Radfahrer, Märkte und Veranstaltungen wie „Fun4Kids“. Jetzt macht ein Gerücht die Runde, dass die Ausweisung von neuen Parkplätzen am Hauptplatz von Seiten der Stadt geprüft werde.

Aus dem Rathaus heißt gegenüber der NÖN: „Wir prüfen immer wieder Vorschläge, die von der Bevölkerung an uns heran getragen werden. Das ist ein solcher Vorschlag. Die zuständige Fachabteilung prüft derzeit die Umsetzbarkeit.“

„Individualverkehr hat zugenommen“

Parkplätze am Hauptplatz kommen jedoch für die Grünen gar nicht in Frage. „Je mehr Individualverkehr am Hauptplatz, desto unattraktiver ist er. Das muss jedem bewusst sein. Die neugesetzten Bäume bei der Bushaltestelle oder der Brunnen bei der Mariensäule sind gute Lösungen für einen autofreien Hauptplatz auch im Ostteil des Hauptplatzes. Nur muss gesagt werden, dass zurzeit der Individualverkehr einfach zugenommen hat, das ist mehr als schade und bedenklich“, so die Grüne Tanja Windbüchler-Souschill, die fast täglich mit dem Fahrrad von der Ungargasse kommend auf den Hauptplatz fährt.

„Kompetenzdschungel“ bei Verkehrsthemen

Tanja Windbüchler-Souschill erklärt: „Das hohe Aufkommen des Autoverkehrs macht die Situation für Kinder, Ältere und Radfahrer auch gefährlich am Anfang des Hauptplatzes. Und unsere Öffentlichen Verkehrsmittel haben bei den vielen PKWs auch kaum Möglichkeit mehr, ohne Störung die große Bushaltestelle zu verlassen. Das alles sind Punkte, die den Hauptplatz unattraktiv machen und unbedingt besprochen gehören. Wir Grüne wollen einen Hauptplatz für alle, als Wohnzimmer der Stadt, und nicht für ein paar wenige Autofahrer!“

„Alle reden über Verkehr, aber nicht miteinander sondern aneinander vorbei. So kann man nicht nachhaltige Verkehrspolitik gestalten“, kritisiert die grüne Politikerin die fehlende Kommunikation zwischen den betroffenen Ausschüssen, Beiräten und Gemeinderäten in Verkehrsangelegenheiten.

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