Ost­um­fah­rung: Grü­ne un­ter­stüt­zen Bür­ge­rIn­nen-In­itia­ti­ve

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Ostumfahrung / Foto: Amt der NÖ Landesregierung
Trassenverlauf - Übersichtsplan B 17 Umfahrung Wiener Neustadt Ost, Teil 2Foto: Amt der NÖ Landesregierung

Angst vor Lärm und Luft­ver­schmut­zung

Die Grünen Wiener Neustadt begrüßen die private Bürgerinitiative „Ostumfahrung – so nicht!“, welche die spärlichen Informationen und die Sorgen der AnrainerInnen sichtbar macht.

Die Grünen Wiener Neustadt begrüßen die private Bürgerinitiative „Ostumfahrung – so nicht!“, welche die spärlichen Informationen und die Sorgen der AnrainerInnen sichtbar macht.

„Die aktuellen Pläne der Ostumfahrung, so wie die Anfragebeantwortunngen von Landeshauptmann Pröll und Landesrat Wilfing beantworten weiterhin wichtige Verkehrs- und Umweltschutzfragen nicht. Das ist sehr bedauerlich. Viele Fragen sind offen, die weitere Vorgangsweise unklar“ fasst Gemeinderätin Tanja Windbüchler-Souschill den Stand der Dinge zusammen. Die Grünen unterstützen die BürgerInnen-Initiave.

Keine tiefer gelegte Trasse

Zitat aus einem E-Mail von Bürgermeister Schneeberger an die BürgerInnen-Initiave:

„Eine Tieflage der Trasse (so wie z.B. bei der B21 Nordspange Wr. Neustadt) wurde geprüft. Aufgrund des bei der Ostumfahrung anzutreffenden relativ hohen Grundwasserspiegels kann diese Ausführung nicht umgesetzt werden. Anstatt eines Einschnittes kommen nun beidseitig Lärmschutzwände zur Ausführung.“

Die BewohnerInnen befürchten eine massiv erhöhte Lärmbelästigung und Luftverschmutzung. „Die zuletzt kolportierte Sparvariante geht auf Kosten der Lebensqualität. Gleichzeitig droht mit dem geplanten Bau eine weitere Flächenversiegelung. Zu beachten ist auch, dass die Straße das letzte freie Gebiet der Stadt durchschneidet. Der Erhalt der fruchtbaren Böden für die Zukunft und nachhaltige Stadtentwicklung müssen doch die Prämisse der kommende Jahre sein“.

Grüne fordern Offenlegung

​​Die Grünen fordern im Sinne der Bürgerintiative eine Offenlegung aller Planungsdokumente, Kalkulationen und Verkehrskonzepte. „Seit Jahrzehnten wird an der Ostumfahrung gebastelt. Wir finden, dass dieses Straßenprojekt in Zeiten des Klimawandels und Budgetknappheit vollkommen überdacht werden soll. Öffentlicher Verkehr ist die Zukunft und nicht eine neuerliche Straße auf fruchtbarem Boden“.

Wie schon vonseiten der Grünen eine Anfrage an das Land gestellt wurde, wird es nun auch eine an die Stadt geben. „Über die essentiellen Fragen müssen auch die Entscheidungsträger nachdenken und uns dann Rede und Antwort stehen“, so Tanja Windbüchler abschließend.