Ost­um­fah­rung: Ap­pell der Pro­jekt­geg­ner an ver­ant­wort­li­che Po­li­ti­ker

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Straßenbau Ostumfahrung / ©  Bernd Sterzl / pixelio.de
Die geplante Ostumfahrung in Wiener Neustadt wirft weiterhin viele Fragen auf. (Symbolbild)© Bernd Sterzl / pixelio.de

Wie­ner Neu­stadt: of­fe­ner Brief an LH Mikl-Leit­ner und LR Schle­ritz­ko

Die Mitglieder der Plattform „Ostumfahrung – So nicht!“ richten sich mit einem offenen Brief an die Politik. „Angesichts der laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung werden die Sorgen der Anrainerinnen und Anrainer bezüglich der Ostumfahrung immer größer. Für hunderte Wiener Neustädter und Lichtenwörther bedeutet die geplante Straße eine gravierende Beeinträchtigung ihrer bisherigen Lebens- und Wohnqualität.“ heißt es in dem veröffentlichten Schreiben.

Die Mitglieder der Plattform „Ostumfahrung – So nicht!“ richten sich mit einem offenen Brief an die Politik. „Angesichts der laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung werden die Sorgen der Anrainerinnen und Anrainer bezüglich der Ostumfahrung immer größer. Für hunderte Wiener Neustädter und Lichtenwörther bedeutet die geplante Straße eine gravierende Beeinträchtigung ihrer bisherigen Lebens- und Wohnqualität.“ heißt es in dem veröffentlichten Schreiben.

Negative Aspekte würden ignoriert

„Wir hören immer wieder von den angeblich positiven (in vielen Fällen nicht nachvollziehbaren) Effekten, die die Ostumfahrung bringen wird. So sollen innerstädtische Straßen entlastet werden. Das wird aber durch die Zahlen der Verkehrsplaner des Landes in dieser Form gar nicht bestätigt. […] Die negativen Aspekte der Ostumfahrung werden ignoriert. Auf Einwände wird nicht eingegangen. “

Petition „Ostumfahrung – So nicht!“

Im Vorjahr haben über 500 direkt betroffene Anrainer und Anrainerinnen aus Lichtenwörth und Wiener Neustadt aus rund 450 Haushalten (entspricht über 1.000 betroffenen Bürgerinnen und Bürgern) die Petition „Ostumfahrung – So nicht!“ unterschrieben und sich gegen die Ostumfahrung bzw. gegen eine Umsetzung in der geplanten Form ausgesprochen.

Besonders ärgerlich: Der Verzicht auf die Tieflage

Aus der Sicht der Mitglieder der Plattform und den betroffenen AnrainerInnen stößt besonders ein Aspekt besonders sauer auf: der Verzicht auf Tieflage. „Während für die Richtung Norden anschließende B17 im gesamten Bereich Theresienfeld, und selbst dort, wo praktisch niemand wohnt, die anschließende Nordspange, B21, die Trassenführung in Tieflage erfolgte, wird die Ostumfahrung durchgehend auf bzw. erheblich über Bodenniveau (11,5 Meter Gesamthöhe im Natura-2000-Gebiet!) geführt. Dabei war die Tieflage vor ein paar Jahren durchaus noch vorgesehen, ebenso die Unterquerung der Warmen Fischa, die bei der so genannten Kleingassen-Variante geplant war.“

Alles bereits auf Schiene?

Das ist der weitere Fahrplan, so wie er im September des vergangenen Jahres bekannt gegeben wurde:

  • 2018: die UVP solle abgeschlossen sein
  • ab 2018/2019: bauvorbereitende Maßnahmen
  • 2020: voraussichtlicher Baubeginn
  • 2022: voraussichtliche Verkehrsfreigabe