Mehrheit für mehrfunktionale Sportanlage in Wiener Neustadt

Foto: Präsentation BürgerInnenvotum
Sportstadt Horst Karas, Bürgermeister Bernhard Müller und Finanzstadtrat Martin Weber präsentierten das Ergebnis des Sportanlagen-BürgerInnenvotums.

Fast 60 Prozent der Teilnehmer stimmen für eine mehrfunktionale Sportanlage in Wiener Neustadt.

Bürgermeister Müller: „Nun ist Minister Klug gefordert, der intern offenbar schlecht informiert wurde!“

8.900 Fragebögen ausgewertet

59,76 Prozent der aktiv teilgenommenen Bürger sprechen sich dafür aus, dass „die Stadt Wiener Neustadt im Interesse der allgemeinen Sportförderung, der Gesundheit sowie der Kinder und Jugendlichen – gemeinsam mit dem Land NÖ an der Bundesstraße 54 eine mehrfunktionale, modular ausbaubare Sportanlage“ errichtet. Dieses Ergebnis brachte das vom 27. bis 31. Oktober 2014 durchgeführte BürgerInnenvotum. 36.075 Wiener Neustädterinnen und Wiener Neustädter wurden um Ihre Meinung gebeten, exakt 8.900 Fragebögen wurden an den Magistrat retourniert und von der MA 1-Referat Bürgerservice & Personenstandswesen ausgewertet. Das entspricht einem Rücklauf von beachtlichen 24,67 Prozent.

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Bürgermeister Bernhard Müller zeigt sich zufrieden über die tolle Beteiligung: „Es war wichtig, bei einem so richtungsweisenden Zukunftsthema auf direktdemokratischem Weg die Meinung der Bevölkerung zu hören. Auf Basis der Ergebnisse werden wir nun die nächste Schritte setzen.“

Die nächsten Schritte

  • Grundsatzbeschluss im Dezember-Gemeinderat
  • Weitere Gespräche mit dem Land NÖ über einen möglichen höheren Finanzierungsanteil als die in Aussicht gestellten maximal 30 Prozent.
  • Gipfeltermin beim Sportminister, um – trotz schriftlicher Absage – nochmals über eine Beteiligung des Bundes zu verhandeln.
  • Fortführung der bereits angelaufenen Verhandlungen mit privaten Partnern über mögliche PPP-Varianten zur Errichtung der Sportanlage.

Müller erinnert in diesem Zusammenhang an seine Aussage bei der Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des BürgerInnenvotums, als er meinte: „Nur wenn es erstens ein klares JA der Bevölkerung gibt und wir zweitens das Land NÖ als wesentlichen Partner gewinnen können, ist eine Realisierung möglich.“ Das JA sei nun da, beim Land NÖ müsse nun noch etwas Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Angesichts dieses Votums sei, so das Stadtoberhaupt, jetzt insbesondere aber auch der Sportminister gefordert, der offenbar von seinem Umfeld schlecht informiert wurde und deshalb dieses zukunftsweisende und weit über unsere Stadt hinaus bedeutende Projekt vorerst nicht unterstützt habe. Bürgermeister Müller zeigt sich abschließend jedoch zuversichtlich: „Ich bin guter Dinge, dass wir am Ende des Tages eine gute Lösung für alle Beteiligten zustanden bringen werden.“

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