Die Stadt Wiener Neustadt steht kurz davor das ehemalige Leiner-Areal zu erwerben. Der Kaufpreis beträgt insgesamt 15 Millionen Euro. Gleichzeitig sollen 75% der Gemeindewohnungen der Stadt verkauft werden.
„Heute kommt ans Tageslicht, was hinter verschlossenen Türen mit den Stimmen der Einheitspartei beschlossen wurde. Wir Grünen waren als einzige dagegen – weil das vor dem Hintergrund weitreichender Kürzung die völlig falsche Budgetpolitik ist“ zeigt sich Stadträtin Prünster verärgert.
„Ein absolutes Desaster.“
Prünster ergänzt in einer Aussendung: „Schneeberger wirft erneut mit Millionen um sich, die Wiener Neustadt nicht hat. Die budgetäre Situation ist so drastisch, dass man keinen anderen Weg sieht als tausende Wohnungen (Gemeindewohnungen, Anm.d.Red.) zu verkaufen. Ein absolutes Desaster.“
Das große Areal am Stadtpark ist eine sensible Sache. „Die alte Hochhaus-Idee traf auf breite Ablehnung und Widerstand. Als Grüne wollen wir die Bevölkerung einbinden – in Form einer Volksbefragung zur Zukunft des Areals!“ so Grünen Klubsprecher Michael Diller.
Auch KPÖ hinterfragt diese Investition
Diese massive Investition wirft Fragen auf: Wieso war es nicht möglich Geld in die Sanierung der Gemeindewohnungen zu investieren? „Plötzlich sind 15 Millionen Euro da, für die Sanierung der 2.200 Gemeindewohnungen war kein Geld da und die werden jetzt an Private verscherbelt,“ so Max Zirngast, Landessprecher der KPÖ Niederösterreich. Die KPÖ sammelt auf jeden Fall weiterhin Unterschriften gegen den Verkauf der Gemeindewohnungen und steht in regelmäßigem Kontakt mit den betroffenen Mieterinnen und Mietern.
„Was das Leiner-Areal betrifft, so muss unbedingt die Bevölkerung darüber entscheiden können, was dort gebaut wird. Laut dem Bürgermeister gibt es noch keine konkreten Pläne. Es braucht unbedingt einen breiten Beteiligungsprozess der Wiener Neustädter Bevölkerung und eine Volksbefragung über die Nutzung des Areals,“ meint Fabian Storch von der KPÖ Wiener Neustadt.











