Kri­tik der Jun­gen Ge­ne­ra­ti­on (SPÖ) am „Wohn­pa­ket“ von Schned­litz

share
Thomann zum "Wohnpaket" / Foto: Tim Reckmann / pixelio.de / zVg.
Foto: Tim Reckmann / pixelio.de / zVg.

Wie­ner Neu­städ­ter Maß­nah­men­pa­ket „Leist­ba­res Woh­nen“ rei­ne „Ali­bi-Po­li­ti­k“

In einer Presseaussendung äußert sich der Bezirksvorsitzende der Jungen Generation Wiener Neustadt (SPÖ) zum kürzlich präsentierten Maßnahmenpaket äußerst kritisch.

Verkäufe dezimierter Gemeindewohnungen

Kim-Herbert Thomann, Bezirksvorsitzender der Jungen Generation (SPÖ) Wiener Neustadt: „Grundsätzlich ist jede Mietreduktion, vor allem für Junge und Senioren, begrüßenswert. Bei den von Stadtrat Schnedlitz vorgestellten Maßnahmen handelt es sich allerdings um reine Alibi-Politik. Die durch Verkäufe dezimierten Gemeindewohnungen mit extrem hohen Wartezeiten heranzuziehen und dann von „Junges- bzw. Senioren-Wohnen“ zu sprechen ist an Lächerlichkeit nicht überbietbar. Schließlich kann man hiermit nur einer sehr begrenzten Anzahl von jungen Menschen und Senioren leistbaren Wohnraum zur Verfügung stellen. Diese Maßnahmen so verkaufen zu wollen, als hätte man zusätzlichen leistbaren Wohnraum für Junge und Senioren geschafft, erwecken bei mir den Eindruck, dass Michael Schnedlitz jeden Kompromiss eingeht, um nicht endgültig als Ankündigungspolitiker abgestempelt zu werden.“

„Schlichter FPÖ-Populismus“

Zur „Maßnahme“ ein Mindestmaß an Deutschkenntnissen vorweisen zu müssen, um einen Anspruch auf eine Gemeindewohnung haben zu können meint Thomann: „Hier kann niemals von einer Integrationsmaßnahme die Rede sein, sondern nur von schlichtem FPÖ-Populismus. Um Anspruch auf eine Gemeindewohnung in Wiener Neustadt zu haben muss man ohnehin mehr als fünf Jahre in Wiener Neustadt hauptgemeldet und österreichischer Staatsbürger sein. Wenn man österreichischer Staatsbürger werden möchte, muss man Deutschkenntnisse aufweisen, daher ist diese „Maßnahme“ absolut irrelevant.“

„Abschließend bleibt zu sagen, dass leistbares „Junges-Wohnen“ und „Senioren-Wohnen“ damit noch immer nicht umgesetzt wurden, obwohl der Bedarf immer größer wird“, so Thomann.

Mietwohnungen / ©  Tim Reckmann / pixelio.de

Die Stadt Wiener Neustadt schnürt ein umfassendes "Wohnpaket"

Politik