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Grüne zur Radverkehrsoffensive: „Wir brauchen Taten, keine Ankündigungen“

Grüne Kritik: Wiener Neustadts Radverkehrspolitik bleibt Stückwerk

Radweg-Ende / Foto: Freepik
(Symbolbild)Foto: Freepik

Trotz lautstarker Ankündigungen und vermeintlicher Fortschritte bei der Radinfrastruktur zeigt sich auch 2025 ein altbekanntes Bild: Stückwerk statt Strategie, Symbolpolitik statt substanzieller Veränderung, so Grünen-Klubsprecher Michael Diller-Hnelozub. “Die Liste der Ankündigungen sieht jedes Jahr gut aus, die Umsetzung blieb bis dato stets mangelhaft und oft bloß kosmetisch.”

Der Grünen-Gemeinderat kritisiert auch, dass die Radverkehrsplanung noch immer weitgehend ohne Einbindung von Nutzer:innen und Expert:innen stattfindet. “Weder die Radlobby noch die Grünen dürfen ihre Expertise einbringen, eine Diskussion im Verkehrsbeirat bleibt aus. Das Resultat: Maßnahmen, die am tatsächlichen Bedarf vorbeigehen.”

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Von einer klaren Schwerpunktsetzung fehlt jede Spur, ist Diller-Hnelozub überzeugt. „Egal ob Sharrows, Leitsysteme oder Grünpfeile – alles wirkt planlos und unkoordiniert. Kleinteilige Optimierungen im Bestand ersetzen keine mutige Umverteilung des Straßenraums zugunsten des Radverkehrs. Die Allerheiligengasse zeigt exemplarisch, wie eine echte städtebauliche Neugestaltung mit Platzcharakter durch bloße Bodenmarkierungen ersetzt wird.“

Radwegoffensive 2024

Der Grüne Klubsprecher ergänzt: „Bereits die Radwegoffensive 2024 lieferte nicht, was sie versprach. Nur knapp die Hälfte der Maßnahmen wurde damals tatsächlich umgesetzt – viele Projekte verschwanden kommentarlos wieder aus der Planung. Auch heuer ist die neu vorgelegte Liste mit großer Vorsicht zu genießen. Paradebeispiel des Scheiterns: Der Radweg Ungargasse – ein Totalausfall.“

Stadtrat Franz Dinhobl sei überfordert

Was die Verkehrspolitik der Stadt derzeit liefere, sei nicht nachvollziehbar und nicht zukunftstauglich. “Was fehlt, ist eine transparente Kommunikation, eine echte Priorisierung des Radverkehrs und der Wille, den öffentlichen Raum neu zu denken – nicht nur für das Auto. Es zeigt sich einmal mehr: Stadtrat Franz Dinhobl ist mit seinem Verkehrsressort überfordert. Wir fordern eine Neuausrichtung der Verkehrspolitik – weg von Alibi-Maßnahmen, hin zu echter Mobilitätswende,” so Diller-Hnelozub abschließend.

Dieser Artikel basiert auf einer Aussendung von Die Grünen Wiener Neustadt und spiegelt nicht zwingend die Meinung der Redaktion wider.
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