Startseite Politik Bodenversiegelung Grüne: Rote Karte für fehlenden Hitzeschutz in Wiener Neustadt

Grüne: Rote Karte für fehlenden Hitzeschutz in Wiener Neustadt

Wirksame Schutzmaßnahmen können Leben retten

Rote Karte für fehlenden Hitzeschutz / Foto: wn.gruene.at
Der Grüne Klubsprecher Michael Diller-Hnelozub zückt die rote KarteFoto: wn.gruene.at

Grüne Wiener Neustadt kritisieren fehlende Vorsorge gegen Hitze und fordern sofort wirksame Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung.

Wiener Neustadt steckt mitten in einer rekordbrechenden Hitzewelle – doch ein wirksames Schutzkonzept für die Menschen in der Stadt fehlt. Während andere Städte klimatisierte Einrichtungen wie Bibliotheken, Museen oder andere öffentliche Räume öffnen, um Bürgerinnen und Bürgern Abkühlung zu ermöglichen, bleiben hitzegeplagte Menschen in Wiener Neustadt vom Rathaus weitgehend im Stich gelassen. „Der fehlende Hitzeschutz verdient die „rote Karte“: Wer trotz steigender Temperaturen und immer mehr Tropennächten keinen Plan vorlegt, gefährdet die Gesundheit der Menschen,“ so das Urteil von Grünen Gemeinderat Michael Diller.

Bodenversiegelung veschärft die Situation

„Die Stadt kann das Wetter nicht beeinflussen. Aber sie kann vorsorgen, Risiken senken und im Ernstfall Leben retten. Genau dafür braucht Wiener Neustadt endlich einen umfassenden Hitzeschutzplan“, erklärt der Grünen Klubsprecher. Seit Jahren fordern die Grünen Wiener Neustadt konkrete Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor extremer Hitze. Auch der Rechnungshof stellte 2024 in einem Sonderbericht erheblichen Handlungsbedarf fest und kritisierte, dass viele Stadtgebiete voll mit Hitzeinseln und somit einem ausgeprägten Risiko sind. Besonders dicht bebaute und stark versiegelte Stadtbereiche verschärfen die Belastung.

Die Folgen der zunehmenden Hitzetage und Tropennächte spüren alle Menschen immer stärker. Hitze ist längst nicht mehr nur unangenehm, sondern ein ernstes Gesundheitsrisiko. „Wenn Bürgermeisterinnen und Bürgermeister anderswo Bibliotheken, Museen und öffentliche Gebäude als kühle Orte öffnen, dann zeigt das: Hitzeschutz ist möglich. Wiener Neustadt darf nicht länger warten, bis die nächste Hitzewelle Menschen gefährdet“, so die Grünen Wiener Neustadt.

Von Warnsystem bis Notschlafstellen

Die Grünen Wiener Neustadt fordern daher sofortige Maßnahmen für den Sommer:

  • Öffnung klimatisierter öffentlicher Einrichtungen als kühle Aufenthaltsorte bei Hitze – auch abends und an Sonntagen
  • Ein verständliches Hitze-Warnsystem und aktive Information der Bevölkerung
  • Gezielte Unterstützung für ältere Menschen, Kinder, chronisch Kranke und Menschen in belasteten Wohnsituationen
  • Gekühlte Notschlafstellen für Obdachlose
  • Mehr Trinkwasserstellen, Beschattung und Begrünung im öffentlichen Raum
  • Konsequente Entsiegelung und hitzegerechte Stadtplanung statt weiterer Aufheizung

„Wiener Neustadt braucht keine Ausreden, sondern Schutz vor Hitze. Das Rathaus muss jetzt handeln!“ Der Grünen-Mandatar verweist abschließend auf die weiterhin laufende Aktion „Dei Durscht is‘ mir ned wurscht!“ der Grünen Wirtschaft. Eine Plakette am Eingang markiert jene Geschäfte, wo Menschen ihre Wasserflasche gratis auffüllen können.

Anm. d. Red.: Die Stadt Wiener Neustadt hat seit Juni 2026 einen Hitzeschutzplan, der auf der Website veröffentlicht ist. Einige der oben geforderten Punkte sind im Hitzeschutzplan angeführt und durch Lösungen ausgearbeitet.

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