Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ihr Stellvertreter Udo Landbauer präsentierten gestern die neue „Beobachtungssstelle Radikaler Islam“ des Landes Niederösterreichs, die wissenschaftlich vom Institut für Sicherheitsforschung der Fachhochschule Wiener Neustadt getragen wird.
„Gefährliche Tendenzen bereits im Ansatz verhindern“
„Als Bürgermeister freut es mich natürlich sehr, dass unsere Fachhochschule an dieser so wichtigen Einrichtung federführend beteiligt sein wird. Es beweist einmal mehr die Qualität und Reputation der FH Wiener Neustadt und erweitert unser Bildungs- und Forschungsspektrum um einen weiteren, bedeutenden Mosaikstein. Ich wünsche den Verantwortlichen der FH für diese wichtige Aufgabe viel Erfolg. Gleichzeitig gratuliere ich auch dem Land NÖ zu dem Schritt, diese Beobachtungsstelle einzurichten. Sie wird einen wesentlichen Beitrag für ein friedvolles Miteinander der verschiedenen Religionen leisten und gefährliche Tendenzen bereits im Ansatz verhindern“, so Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger in einer ersten Reaktion auf diese neue Einrichtung.
„Entwicklungen sichtbar machen“
Das Land Niederösterreich richtet als erstes Bundesland Österreichs eine Beobachtungsstelle Radikaler Islam ein. Der Beschluss soll am kommenden Dienstag in der Landesregierung erfolgen, danach nimmt die Stelle ihre Arbeit auf. Ziel ist es, Radikalisierungstendenzen frühzeitig zu erkennen, Hinweise systematisch zusammenzuführen und Entwicklungen sichtbar zu machen, bevor sie eskalieren – so heißt es in einer Aussendung des Landes.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz: „Unsere freie Art zu leben ist keine Selbstverständlichkeit. Der radikale Islam lehnt unsere Lebensweise nicht nur ab, er bekämpft unsere Freiheit, unsere Werte und unsere Gemeinschaft. Und dagegen müssen wir uns mit aller Vehemenz wehren.“ Niederösterreich tue das nicht nur mit Worten, sondern „vor allem mit konkreten Maßnahmen“. Mikl-Leitner verwies auf den Aktionsplan gegen den Radikalen Islam, der im April 2025 im Landtag beschlossen wurde.











