Wie­ner Neu­stadt: Ver­ein Ju­gend & Kul­tur wird 25!

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25 Jahre Verein Jugend & Kultur / Foto: zVg.
Susanne Marton (Geschäftsführerin Verein Jugend & Kultur), Martina Gröschl (Jugendberatung Auftrieb) und Conrad Heßler (Kulturhaus Triebwerk) freuen sich auf viele Aktionen im Jubiläumsjahr und präsentierten in der Jugendberatung in der Engelbrechtgasse 2 das Jubiläums-Logo des Vereins.Foto: zVg.

Vom „hei­ßen Ei­sen“ zum Kom­pe­tenz­zen­trum für Ju­gend­ar­beit

Den Auftakt zum Jubiläumsjahr 2021 beging der Verein Jugend & Kultur Wiener Neustadt jetzt ganz Corona-konform online via YouTube. Mit einem Rückblick auf das Pandemiejahr und einem Ausblick auf die Zukunft der Jugend- und Kulturarbeit in der Region.

Wie geht es der Jugend gerade?

„Angst, Druck und Unsicherheit sind die großen Themen, die sich gerade auf Geist und Körper niederschlagen“, konstatierte Martina Gröschl, Leiterin der Jugendberatung Auftrieb. Der Bedarf an Beratungen sei in letzter Zeit stark gestiegen. Die Kontaktbeschränkungen sind gerade für Jugendliche besonders schwer und nach so langer Zeit kommen auch sie an ihre Grenzen. „Ich hoffe, wir werden die notwendigen Kapazitäten haben für die Arbeit, die da noch auf uns zukommt“, so Martina Gröschl, die aber auch die positiven Seiten betonen möchte, denn „die Solidarität unter den Jugendlichen ist sehr groß. Sie unterstützen sich gegenseitig und bemühen sich sehr, alle unangenehmen Maßnahmen in der Pandemie auch einzuhalten“.

Das Jugend- und Kulturhaus Triebwerk arbeitet zum Jubiläum an einer Ausweitung seiner Angebote, denn „die Lebenswelten junger Menschen haben sich mit dem digitalen Raum vervielfacht“, so Conrad Heßler, dessen Team die Trends in Sachen Mediennutzung und kulturelle Interesse mit einer lokalen Umfrage bestätigt sieht: „Jugendkultur findet heute zu einem massiven Teil online statt. Von Gaming über Video-Content, Fotografie bis hin zu Social-Media Kanälen ist das Internet voll von geballter, junger Kreativität.“ Daher arbeitet man im Triebwerk an neuen Angeboten mit dem Fokus auf digitale Kompetenz und Medienkultur.

„Do host, mir isses zu heiß“

Es gibt eine Karikatur, die zur Gründung des Vereins und des Triebwerks 1996 in der NÖN erschienen ist. Die damals zuständige Stadträtin wirft das „heiße Eisen Jugendzentrum“, dem ersten Obmann des Vereins, Primar Olaf Arne Jürgenssen mit den Worten „Do host, mir isses zu heiß“ zu. Heute zeichnet Susanne Marton als Geschäftsführerin für den Verein, den sie selbst schon seit 23 Jahren begleitet, verantwortlich: „Ich bin sehr stolz darauf, was wir aus dem ungewollten „Ding“ von damals inzwischen gemacht haben. Nämlich ein Kompetenzzentrum für Jugendarbeit mit vier Teilbereichen“. Der Verein war maßgeblich an der Entwicklung von Angeboten wie der Schulsozialarbeit und der Jugendintensivbetreuung in Niederösterreich beteiligt und gerade in der Pandemie haben die 28 Mitarbeiter_innen bewiesen wie professionell, flexibel und engagiert sie für die Jugendlichen da sind. „Und daher gilt ihnen mein Dank und meine Bewunderung genauso wie den Kindern und Jugendlichen, die sich in dieser Zeit wirklich tapfer geschlagen haben.“

Nachschau: Präsentation und Pressegespräch

25 Jahre Verein – vom Schaufenster bis zum Open-Air

Bis zum Jahresende sind einige Jubiläums-Highlights geplant. Rumtrieb wird ein Schaufenster in der Innenstadt gestalten, es wird eine Chronik entstehen, ein Aktionstag im Bürgermeistergarten ist geplant und Anfang September wird es das 2-tägige 25 Jahre Triebwerk Open-Air am Alten Schlachthof geben.

Das Jubiläumsjahr 2021

  • 25 Jahre Verein Jugend & Kultur
  • 25 Jahre Jugend- und Kulturhaus Triebwerk
  • 20 Jahre mobile Jugendarbeit Rumtrieb
  • 15 Jahre Schulsozialarbeit Auftrieb
  • 10 Jahre Jugendintensivbetreuung Triebfeder
Triebwörk Space / Foto: Triebwerk

Neues "Artist in Residence" Projekt "Triebwörk Space"

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