Wie­ner Neu­stadt: 150. Jah­res­tag der Grün­dung der „Is­rae­li­ti­schen Kul­tus­ge­mein­de“

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Lichtzeichen am Standort der ehemaligen Synagoge / Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller, ©Jüdisches Museum Wien/Lukas Kaufmann
Bürgermeister Klaus Schneeberger und Erster Vizebürgermeister Christian Stocker am Baumkirchnerring, wo sich einst die Synagoge befand.Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller, ©Jüdisches Museum Wien/Lukas Kaufmann

Die Stadt er­in­nert mit 5 Me­ter ho­hen Licht­skulp­tu­ren

Stadt Wiener Neustadt und Jüdisches Museum Wien errichten Lichtzeichen am Standort der ehemaligen Synagoge.

Am 4. Mai 1871 wurde die „Israelitische Kultusgemeinde Wiener Neustadt“ gegründet. Damit jährt sich dieses Ereignis heute, Dienstag, zum 150. Mal. Die Stadt Wiener Neustadt nimmt dies zum Anlass und errichtet am Standort der ehemaligen Synagoge am Baumkirchnerring ein Lichtzeichen im Rahmen des Gedenkprojekts, welches das Jüdische Museum Wien bereits 2018 in der Bundeshauptstadt gestartet hat.

Die zerbombte Synagoge

„Die jüdische Gemeinde von Wiener Neustadt zählte zu den ältesten und bedeutendsten in Österreich. 1902 errichtete die Israelitische Kultusgemeinde Wiener Neustadt eine Synagoge im maurischen Stil am Baumkirchnerring – im Zuge der Novemberpogrome 1938 wurde diese schwer beschädigt und entweiht, und in weiterer Folge bei den Bombenangriffen so stark zerstört, dass sie abgetragen werden musste. Gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Wien und der Firma Uhl, in deren Besitz sich das Grundstück heute befindet, auf dem die Synagoge einst stand, wollen wir diesem Ort mit dem Lichtzeichen noch mehr Würdigung zuteil werden lassen. Wir freuen uns auf die Umsetzung dieses wichtigen Projekts und bedanken uns beim Jüdischen Museum Wien unter der Leitung von Danielle Spera für die Initiative sowie bei Jürgen Uhl für die Unterstützung“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger und Erster Vizebürgermeister Christian Stocker.

Lichtzeichen von Lukas Maria Kaufmann

Bei den Lichtzeichen handelt es sich um fünf Meter hohe Metallmasten, die – gestaltet vom österreichischen Künstler Lukas Maria Kaufmann – einen ineinander verflochtenen, leuchtenden Davidstern tragen. Eine Inschrift verweist auf den Namen der Synagoge und die gewaltsame Zerstörung durch die Nationalsozialisten.

Das Projekt wird in den nächsten Wochen umgesetzt – für den Sommer sind ein Festakt und eine Gedenkfeier am Standort der ehemaligen Synagoge geplant.