Wenn im ehemaligen Zentralkino wieder Tonspuren zu hören sind, dann wird klar: Hier geht es nicht um austauschbare Unterhaltung, sondern um Musik mit Haltung, Witz und Charakter. Am Freitag, 13. und Samstag, 14. März verwandelt sich der Spielort einmal mehr in einen vibrierenden Treffpunkt für alle, die das Besondere suchen.
Freitag: BOB und Kollegium Kalksburg
Den Auftakt macht am Freitag um 19 Uhr die Band BOB mit ihren „Vorstadtchansons mit Schmäh und Seele“. Im Mittelpunkt steht Eva Billisich, vielen bekannt aus dem Kultfilm Muttertag. Mit ihrer unverwechselbaren Stimme, Wiener Mundart und einer ordentlichen Portion Blues, Soul und Rock erzählt sie gemeinsam mit ihrer Band Geschichten aus dem echten Leben – charmant, witzig, manchmal zynisch, aber immer voller Gefühl. Musik jenseits des Mainstreams, die berührt und zum Schmunzeln bringt.
Um 21 Uhr wird es dann wild, schräg und garantiert unberechenbar: Kollegium Kalksburg betritt die Bühne. Die drei „Kapellmeister“ sind Virtuosen des Ausdrucks und Feinde jeder musikalischen Geradlinigkeit. Mit Kontragitarre, Akkordeon, singender Säge, Kamm und Baritonhorn erschaffen sie eine ebenso absurde wie faszinierende Klangwelt zwischen Poesie, Anarchie und schwarzem Humor. Ein Auftritt, der sich jeder Beschreibung entzieht – und genau deshalb live erlebt werden muss.
Samstag: Christoph Schellhorn und Attwenger
Der Samstag beginnt um 19 Uhr ruhiger, aber nicht weniger intensiv: Der „Tiroler Gitarrenpoet“ Christoph Schellhorn präsentiert sein neues Album Sunita. Gemeinsam mit Rock-Drummer Martin Wagner zelebriert er Minimalismus pur und holt aus Gitarre, Gesang und Schlagzeug erstaunliche Klangwelten heraus. Schellhorn, seit über 25 Jahren auf der Bühne und ein Fixpunkt der heimischen Gitarrenszene, überzeugt dabei nicht nur als Musiker, sondern auch als humorvoller Erzähler.
Den krönenden Abschluss bildet um 21 Uhr eine der innovativsten Bands Österreichs: Attwenger. Seit über drei Jahrzehnten mischen Markus Binder und Hans-Peter Falkner Folk, Punk, Rock, Hip-Hop und Elektronik zu einem unverwechselbaren Sound. Akkordeon trifft Schlagzeug, Dialekt trifft Beats – roh, treibend, kompromisslos und hochaktuell. Begleitet wird das Musikwochenende von der Ausstellung der jungen Künstlerin Laura Schindler. Ihre expressiven, farbintensiven Arbeiten kreisen um den menschlichen Körper, innere Zustände und das Spannungsfeld zwischen Verletzlichkeit und Stärke – ein starkes visuelles Gegengewicht zum dichten Konzertprogramm.
Ein Wochenende, das zeigt, wie vielfältig, lebendig und überraschend Kultur sein kann – mitten in Wiener Neustadt. Alle Informationen und Eintrittskarten für die Doppelkonzerte unter www.tonspuren.org.











