Pro­ject Y: Kon­zert trifft Par­ty trifft Thea­ter­spiel

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Präsentation Projekt Y / Foto: zVg.
Bei der Vorankündigung des "Projekt Y": Thomas Kodnar (Autor), Elena Schwarz (Künstlerische Leitung von glashaus), Birgit Klauser (Geschäftsführung von glashaus)Foto: zVg.

Wie­ner Neu­stadt: Ein Pro­jekt für und über die Ge­ne­ra­ti­on Y

Vor 5 Jahren wurde die Kulturinitiative „glashaus“ von den beiden Gründerinnen Elena Schwarz und Birgit Klauser ins Leben gerufen. Markenzeichen von glashaus ist es, bereits vorhandene Schauplätze in Bühnen zu verwandeln und gleichzeitig neue Formate zu kreieren.

Am 14. Juni feiert die nächste Produktion der Kulturinitiative Premiere im SUB: Drei Buben Ende zwanzig gehen fort. Und es könnte so viel Spaß machen. Stattdessen verliert einer den Verstand, einer die Würde, und einer ist schon ohne beides gekommen. Dafür darf der am Klo pudern. Keiner hat was zu feiern, aber alle tun’s trotzdem. Y? Wenn die Generation Y Party macht, ist alles möglich – nur Überleben optional.

Das Publikum als Partygäste

Project Y ist Theater, Konzert und Party: Das Publikum feiert einen „Fortgehabend“ mit Live-Musik in der SUB Halle, die vier Schauspielenden sind in ihren Rollen selbst Partygäste und Konzertbesuchende. Inhalt des Stücks ist, was die Figuren während ihrer Nacht im Lokal erleben. Sie tanzen auf der Tanzfläche, bestellen Getränke an der Bar – bewegen sich also in der gleichen räumlichen Ebene wie die ZuschauerInnen, die dadurch gleichsam in StatistInnen verwandelt werden, das Stück also nicht nur hautnah miterleben, sondern bis zu einem gewissen Grad mittragen. Szenen, die sich außerhalb der Halle ereignen, werden als Instagram-Stories auf einen Screen übertragen; das Publikum nimmt dabei die Rolle der Social Media-UserInnen ein.

Immersives Theater im SUB

„Project Y“ ist das bisher größte und aufwendigste Produktion von glashaus, was z.B. die Inszenierung und Anzahl der Mitwirkenden betrifft. Es ist ein immersives Theater, was bedeutet, dass der Bühnenraum aufgehoben wird. Der Raum selbst wird bespielt – so wie es glashaus eben sehr gerne macht. Das Publikum übernimmt quasi die Rolle der Konzertbesucher von Horny Women und wird auf sehr unmittelbare Weise Zeuge unserer Geschichte. Wichtig dabei ist: Project Y ist kein Mitmachtheater.

„Fake it till you make it“ ist nicht nur Untertitel des Stücks, sondern auch die Lebensweise einiger Ypsiloner. Deshalb nehmen auch (soziale) Medien einen großen Raum innerhalb der Inszenierung ein, was das Stück auch zu einem intermedialen Theater macht. Durch die urbane Location des SUB sollen neue Zielgruppen erschlossen werden. glashaus will jungen Menschen den Theaterbegriff „entstauben“ und Grenzen des Bekannten ausloten bzw. sprengen – Konzert trifft Party trifft Theaterspiel.

Vier professionelle Schauspieler aus Wien sind dabei. Allen voran Gideon Maoz (als „Denny“), der 2014 für den Nachwuchs-Nestroy nominiert war, sowie den aus Film und Fernsehen bekannten Dominic Marcus Singer, welcher bei „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, „Cops“, „L´Animale“ mitwirkte (als „Patzi“). Es spielen außerdem: Tobias Ofenbauer in der Rolle des „Feix“ und Johanna König als „Lisa“.

Über das Stück

Das Stück ist eine Stückentwicklung gemeinsam mit dem Wiener Neustädter und prämierten Autor Thomas Kodnar. Es wurde extra geschrieben in enger Zusammenarbeit zwischen der Regisseurin Elena Schwarz (Inszenierung) und dem Autor, das heißt inszenatorische Überlegungen sind direkt in die schreiberische Arbeit eingeflossen. Kodnar hat sich inhaltlich teilweise von den Schauspielern inspirieren lassen.

Tickets

  • Vorverkauf: Tickets für € 25,- inkl. Welcome Drink gibt es online auf ntry.at.
  • Abendkassa: € 29,- (falls verfügbar)

Facebook Event

Project Y
14. Juni 2019, Beginn: 20:30 Uhr
SUB Wiener Neustadt