Ein lauer Sommerabend, volle Reihen im Triebwerk-Garten und zwei außergewöhnliche Filmprojekte: Die „Local Film Night“ des Wohnzimmer-Kinos im Triebwerk Wiener Neustadt lockte am Freitag zahlreiche BesucherInnen an und bewies eindrucksvoll, wie lebendig die junge Filmszene in der Region ist.
Besonderes Highlight des Abends war die Dokumentation „Projekt Marmor“, realisiert von den erst 17-jährigen Regisseuren Fynn Prünster und Artur Irmler. Der Film beleuchtet ein kaum bekanntes Kapitel österreichischer Geschichte: Das Außenlager Peggau des KZ Mauthausen in der Steiermark.
Bereits im ORF ausgestrahlt, beeindruckte die Doku nun auch das Neustädter Publikum mit ihrer intensiven Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur und historischer Verantwortung. Die große Resonanz und das rege Interesse des Publikums zeigten, dass ihre Arbeit über Generationen hinweg berührt und Diskussionen anstößt.
Austausch, Reflexion und Lernen
Neben „Projekt Marmor“ wurde auch der Kurzfilm „My invisible Friend“ von Schüler Lukas Ratka (18) gezeigt, der in eindrucksvollen Bildern Themen wie Einsamkeit, Fantasie und psychische Gesundheit verhandelt.
„Wir unterstützen junge Kreative aus der Region, indem wir ihnen eine Bühne bieten, wo sie die Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfahren, die sie verdienen. Dass wir so junge Talente wie bei der ‚Local Film Night‘ präsentieren dürfen, erfüllt uns mit Stolz. Es zeigt, dass unsere „Wohnzimmerkino-Reihe“ nicht nur Unterhaltung ist, sondern ein Ort des Austauschs, der Reflexion und des Lernens sein kann“, betonte Triebwerk-Leiter Conrad Heßler im Gespräch mit den Filmschaffenden und dem Publikum.











