Ernst Fuchs in Wiener Neustadt: „Realität, Glaube, Imagination“

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Ernst Fuchs-Ausstellung / Foto: zVg.
Feuerprophet und LohengrinFoto: zVg.

Ernst Fuchs-Ausstellung ab 16. Juni im Museum St. Peter an der Sperr

Im Museum St. Peter an der Sperr wird von 16. Juni bis 2. Oktober 2022 eine spektakuläre Ausstellung über das Schaffen des Ausnahmekünstlers Ernst Fuchs gezeigt.

Unter dem Motto „Realität, Glaube, Imagination“ wird ein Überblick über das umfassende Werk des Meisters des Phantastischen Realismus, der auch in Wiener Neustadt den Moses-Brunnen am Domplatz geschaffen hat, präsentiert.

Der Ausnahmekünstler Ernst Fuchs

Geboren 1930 in Wien, überlebte der junge Ernst Fuchs als Sohn einer Katholikin und eines Juden das Regime der Nationalsozialisten. Mit Künstlerkollegen wie Arik Brauer, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden gründete er in seiner Zeit an der Akademie der Bildenden Künste die sogenannte „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“, die mit einer Vielzahl an Ausstellungen internationale Reputation erlangte.

Während Ernst Fuchs in seinem Frühwerk stets bestrebt war, das aktuelle Zeitgeschehen – vor allem die Kriegsjahre – auf seine eigene Weise künstlerisch festzuhalten, setzte er sich zeit seines Lebens vor allem auch mit Themen aus der jüdischen und christlichen Ikonografie sowie mit klassisch-mythologischen Thematiken auseinander. Stets an der künstlerischen Schwelle zum Surrealismus, malte er in seiner „Feuerfuchs“-Phase der 1970er- und 80er-Jahre vor allem in Öl-Eitempera-Mischtechnik und mit kräftig-grellem Kolorit.

Die letzten Werke des Künstlers

Exklusiv zeigt die Ausstellung in Wiener Neustadt auch die letzten Werke des Ernst Fuchs aus den Jahren 2013 bis 2015, die sogenannten „Prophetenköpfe“, in welchen der Künstler thematisch an sein religiöses Frühwerk – farblich jedoch an seine Feuerfuchs-Periode – anknüpft.

Die Ausstellung zeigt eine Retrospektive des künstlerischen Lebens des Meisters des Phantastischen Realismus. Schlüsselwerke aus seiner Jugend, der Studienzeit in Wien, der Feuerfuchs- und der Spätphase sowie ausgewählte Plastiken und Kunsthandwerksgegenstände geben einen breit gefächerten Überblick über das Leben und Schaffen von Ernst Fuchs.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Ernst Fuchs-Museum Wien (der “Fuchs-Villa”) und wurde von Tillmann Fuchs, dem Sohn des Künstlers, ermöglicht. Seine Schwester Anni Fuchs und das Kuratoren-Team des Fuchs-Museums waren mit der Gestaltung der Schau betraut.

Zu sehen ist die Ausstellung von 16. Juni bis 2. Oktober jeweils Mittwoch bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr.

NÖ Card / Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller

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