Zweigleisiger Ausbau der Pottendorfer Linie von Wien nach Wiener Neustadt

Foto: Ausbau Pottendorfer-Linie
Jozef Vasak (Europäische Kommission), Verkehrslandesrat Karl Wilfing und Franz Bauer (Vorstandsdirektor ÖBB-Infrastruktur AG) beim Spatenstich. Foto: ÖBB / Zenger

Ausbau bringt gemeinsam mit Südbahn 4-Gleisigkeit zwischen Wien und Wiener Neustadt

Der zweigleisige Ausbau der rund 50 Kilometer langen Pottendorfer Linie zwischen Wien Meidling und Wiener Neustadt stellt eine wichtige Maßnahme zur Kapazitätserweiterung auf der Südstrecke dar. Das Ziel ist die 4-Gleisigkeit gemeinsam mit der Südbahn zwischen Wien und Wiener Neustadt. Der Ausbau schafft die Voraussetzungen für ein besseres Angebot sowohl im Fernverkehr als auch im Nahverkehr für tausende Pendlerinnen und Pendler südlich von Wien.

663,5 Mio. Euro Investitionsvolumen

Die Investitionssumme für das Projekt beläuft sich auf rd. 663,5 Mio. Euro. Gestern (26. Juni 2016) haben Franz Bauer, Vorstandsdirektor ÖBB-Infrastruktur AG, und Niederösterreichs Verkehrslandesrat Karl Wilfing gemeinsam mit Jozef Vasak von der Europäischen Kommission den offiziellen Startschuss vorgenommen.

Der Ausbau der Pottendorfer Linie zählt zu den Schlüsselprojekten an der Südstrecke. Bis 2023 entsteht eine durchgehend zweigleisige Verbindung zwischen Wien Meidling und Wiener Neustadt. Die Maßnahmen teilen sich in zwei Etappen. Die erste davon startet 2016. Bis 2019 erhalten die Bahnhöfe Hennersdorf, Achau und Münchendorf ein attraktives, einladendes Erscheinungsbild und rundum barrierefreie Zugänge. Auf der Strecke zwischen der Wiener Stadtgrenze und Münchendorf wird zum bestehenden Gleis ein zweites hinzugelegt.

Erweiterung auf zwei Gleise

In der zweiten Phase erfolgt der zweigleisige Ausbau im Abschnitt Ebreichsdorf. Danach ist die Pottendorfer Linie zwischen Wien Meidling und Wr. Neustadt durchgehend zweigleisig ausgebaut und die Voraussetzung für eine Verdichtung des Zugangebots geschaffen. Zusätzlich sichern die Ausbaumaßnahmen auf Jahre hinaus Arbeitsplätze und daraus resultierend Wertschöpfung in der Region.

Zusätzliche Kapazitäten schaffen

„Der heutige Baustart der Pottendorfer Linie von Wien nach Wiener Neustadt ist ein ganz wesentlicher Meilenstein für die Thermenregion, Niederösterreichs bevölkerungsreichste Region. Da wir auf der Südbahn auf Grund der vollen Trassenbelegung keinen weiteren Zug mehr unterbringen, brauchen wir dringend die Pottendorfer Linie, um zusätzliche Kapazitäten im Zugverkehr zu haben.“ so Verkehrs-Landesrat Mag. Karl Wilfing beim Baustart.

Mehr Sicherheit zwischen Straße und Schiene

Die Ausbaumaßnahmen leisten zusätzlich einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Straße und Schiene. Im gesamten Projektgebiet werden sämtliche Eisenbahnkreuzungen durch Unter- oder Überführungen ersetzt – ein Plus für die Sicherheit aller VerkehrsteilnehmerInnen! Wartezeiten an geschlossen Schranken gehören der Vergangenheit an. Das beschleunigt den Verkehr und garantiert rascheres Vorankommen.

Auswirkungen auf Fahrgäste

Der Ausbau erfolgt grundsätzlich unter laufendem Betrieb. Für einige Arbeiten ist es jedoch notwendig, den Zugverkehr auf der Strecke einzustellen. Insgesamt sind drei längere Streckensperren geplant. Sie finden jeweils in den Sommerferien 2017, 2018 und 2019 statt. Diesen Zeitraum wurde bewusst gewählt, um SchülerInnen und PendlerInnen so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Die Fahrgastzahlen sind im Juli und August bedingt durch Sommerferien und Urlaubszeit geringer.

Zeitplan

Baubeginn der Hauptarbeiten ist 2016, Bauende ist 2023. Von 2016 bis 2019 konzentrieren sich die Arbeiten auf den Abschnitt 1 (Hennersdorf – Münchendorf). Von 2019 bis 2023 folgen die Arbeiten im Abschnitt 2 (Ebreichsdorf).

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