Wiener Neustadt: Weltkrebstag am 4. Februar

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Wiener Neustadt: Weltkrebstag am 4. Februar / Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller
Prof. Eugen. B. Hug (Med Austron), Gesundheitsstadträtin Erika Buchinger, Sibylle Rasinger (Krebshilfe) und Bürgermeister Klaus Schneeberger.Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller

Motto: „Vorsorge – Solidarität – Bewusstsein“

Bürgermeister Schneeberger und Gesundheitsstadträtin Buchinger: „Haben mit MedAustron, Landesklinikum und Krebshilfe drei ganz wichtige Säulen der Krebsbehandlung und -vorsorge in Wiener Neustadt“

Jährlich findet am heutigen 4. Februar der Weltkrebstag statt – mit dem Ziel, an Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Krebserkrankungen zu erinnern. Auch die Stadt Wiener Neustadt nimmt den Tag zum Anlass, um über Krebsbehandlung und -vorsorge zu informieren.

Gestärkten Bewusstsein schaffen

„Wir stellen den diesjährigen Weltkrebstag in Wiener Neustadt unter das Motto ‚Vorsorge – Solidarität – Bewusstsein‘. Es geht uns vordringlich darum, die Menschen auch in Pandemie-Zeiten dazu aufzurufen, Termine für wichtige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Weiters braucht es den gelebten Solidaritätsgedanken, um Krebspatientinnen und -patienten mit Worten und Taten auf ihrem schwierigen Weg bestmöglich zu unterstützen. Darüber hinaus bedarf es eines gestärkten Bewusstseins für eine Erkrankung, die jede/n Dritte/n im Laufe seines/ihres Lebens trifft und noch immer mit einem Tabu behaftet ist“, halten Bürgermeister Klaus Schneeberger und Gesundheitsstadträtin Erika Buchinger fest.

MedAustron als Zentrum für Krebsbehandlung

Mit MedAustron steht in Wiener Neustadt seit über fünf Jahren ein interdisziplinäres und überregionales Zentrum für die Krebsbehandlung mit Partikeltherapie zur Verfügung. In der hochmodernen Anlage können etwa 1.200 Patienten pro Jahr individuell behandelt werden. „Wir sind stolz darauf, mit der Ansiedlung von MedAustron einen Meilenstein in der Krebsbehandlung und -forschung gesetzt zu haben. Gemeinsam mit dem Landesklinikum und der Krebshilfe haben wir damit in Wiener Neustadt drei ganz wichtige Säulen, auf denen Krebsvorsorge und -behandlung aufbauen. Anlässlich des Weltkrebstages bedanken wir uns bei den drei Institutionen von ganzem Herzen für ihre Arbeit sowie dafür, dass sie zahlreichen Betroffenen Mut und Hoffnung zu schenken“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger und Stadträtin Erika Buchinger.

In Österreich erkranken jedes Jahr über 40.000 Menschen an Krebs. Zu den häufigsten Krebsarten zählen Brust, Prostata, Darm und Lunge. 358.000 Personen leben aktuell mit einer Krebserkrankung. Bei der Überlebensrate rangiert Österreich unter den EU-Top 5. Die Österreichische Krebshilfe bietet für Betroffene und Angehörige in ihrer Geschäftsstelle (ÖGK Wiener Straße 69, 050766 12-2279, krebshilfe@krebshilfe-noe.at) kostenloses Service und fachkundige Beratung an.

Vorsorgeempfehlungen der Österreichischen Krebshilfe:

Was „Frau“ tun sollte:

  • Mammografie: ab 40 in zweijährigem Abstand
  • Darmspiegelung: ab 50 alle zehn Jahre; bei Stellen, die ein Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge haben
  • Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Okkult-Test): ab 40 einmal jährlich
  • Krebsabstrich (Gebärmutterhals): ab 20 einmal jährlich Krebsabstrich
  • HPV-Test: Frauen ab dem 30. Lebensjahr wird zumindest alle 3 Jahre ein HPV-Test empfohlen; dies gilt für HPV-geimpfte und nicht HPV-geimpfte Frauen; dabei soll eine Doppel-Testung (HPV-Test und gleichzeitiger PAP-Abstrich) vermieden werden
  • Impfung gegen HPV: Mädchen/Frauen ab dem 9. Geburtstag
  • Tastuntersuchung der Brust: Das Abtasten der Brust durch die Frau, den Arzt oder andere Dritte (z. B. blinde Frauen) ersetzt keinesfalls die Mammografie und ist nicht geeignet, kleine Veränderungen in der Brust zu entdecken.
  • Hautselbstuntersuchung: zweimal jährlich

Was „Mann“ tun sollte:

  • Prostata-Vorsorgeuntersuchung: regelmäßig ab 45
  • Darmspiegelung: ab 50 alle 10 Jahre; Fragen Sie nach der sanften Koloskopie (schmerzfrei)!
  • Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Okkult-Test): ab 40 jährlich
  • HPV-Impfung: Buben ab dem 9. Geburtstag
  • Tastuntersuchung der Hoden: ab 20 monatlich
  • Harnuntersuchung: ab 40 einmal jährlich
  • Hautselbstuntersuchung: zweimal jährlich
Medaustron / Foto: NLK Pfeiffer

In Wiener Neustadt wurde der 1.000 Krebspatient behandelt

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