Wie­ner Neu­stadt: 93-Jäh­ri­ge mel­de­te „fal­schen Po­li­zist“

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(Symbolbild)

Te­le­fon­be­trü­ger sind wie­der ver­mehrt mit dem “En­kel-/Nef­fen- oder Po­li­zeit­rick“ un­ter­wegs

Eine 93-Jährige aus Wiener Neustadt erstattete am 19. April 2020 auf der Polizeiinspektion Wiener Neustadt- Josefstadt die Anzeige gegen einen bislang unbekannten Telefonbetrüger.

Die rüstige Dame erhielt am 19. April 2020, gegen 17:00 Uhr, einen Anruf, wobei sich eine männliche Person mit forscher Stimme meldete und angab, von der Polizei zu sein. Der “falsche Polizist“ versuchte die Dame zu täuschen, indem er ihr erklärte, dass es zu einem Einbruch gekommen sei und sie ein weiteres Opfer eines Einbruchs werden könnte. Dabei bot der “falsche Polizist“ an Geld und Wertgegenstände zur sicheren Verwahrung abzuholen.

Telefonbetrug nimmt zu

In den zurückliegenden Wochen stieg in Niederösterreich die Zahl der Anzeigen mit versuchtem Betrug am Telefon. Dabei meldeten sich männliche und weibliche Anrufer vorwiegend bei älteren Personen und täuschten ein Verwandtschafts- oder Freundschaftsverhältnis vor (“Enkel-/Neffentrick). Zuletzt kam es im Bezirk Gmünd (in elf Fällen) und im Stadtgebiet von Wiener Neustadt (in fünf Fällen) zu einem geänderten Modus Operandi (“Polizeitrickbetrug“), wobei sich unbekannte Täter am Telefon fälschlich als Polizeibeamte vorstellten.

Im Gespräch wurde nach Bargeld, Schmuck und Wertgegenständen gefragt und die sichere Verwahrung und Abholung durch die “Polizei“ angeboten. Besonders markant treten die “falschen Polizisten“ auf, indem den Angerufenen durch Verwendung von Computertelefonie (Call-ID Spoofing) eine gefälschte Polizei-Telefonnummer (zB. 133…) am Display aufscheint.

Die Masche der Telefonbetrüger

Derzeit melden sich Telefonbetrüger vermehrt mit folgendem Modus:

  • “Eine Einbrecherbande wurde festgenommen und Notizen mit Ihrem Namen gefunden.“
  • “Eine Einbrecherbande wurde festgenommen und Diebesgut sichergestellt, dass Ihnen gehören kann.“
  • “Die Tochter (oder der Sohn) haben einen Verkehrsunfall verursacht und eine Kaution ist zu bezahlen, ansonsten muss die Tochter (oder der Sohn) eine Haftstrafe verbüßen.“
  • “Rumänische Täter hätten Dokumente mit ihrem Namen gefunden und kommen zu Ihnen um diese zurückzugeben.“

In allen bisherigen Fällen ist es beim versuchten Betrug geblieben.

Unbedingt Polizei kontaktieren

WICHTIG: Die Polizei/Kriminalpolizei holt niemals Bargeld oder Wertgegenstände von Privatpersonen zur “Sicherung“ ab! Das Landeskriminalamt Niederösterreich rät zur Vorsicht und sofortiger Anzeigeerstattung bei der nächsten Polizeiinspektion oder unter der Notrufnummer 133, sollten Sie Betroffener eines solchen Anrufs sein.

Abofalle-Internet / Foto: freepik

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