Wie­ner Neu­stadt star­tet „Rad­ver­kehrs­of­fen­si­ve 2018“

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Radfahren in der Stadt / Foto: pixabay
Zahlreiche Verbesserungen könnten in den nächsten Monaten umgesetzt werden. (Symbolbild)Foto: pixabay

Ge­fah­ren ver­mei­den – Lü­cken schlie­ßen – Mög­lich­kei­ten schaf­fen

Wiener Neustadts Baustadtrat Franz Dinhobl präsentiert eine Offensive zur Stärkung des Radverkehrs in der Stadt. Unter dem Motto „Gefahren vermeiden – Lücken schließen – Möglichkeiten schaffen“ werden eine Vielzahl von Maßnahmen gesetzt, die den Anteil des Radverkehrs erhöhen sollen.

Wiener Neustadts Baustadtrat Franz Dinhobl präsentiert eine Offensive zur Stärkung des Radverkehrs in der Stadt. Unter dem Motto „“ werden eine Vielzahl von Maßnahmen gesetzt, die den Anteil des Radverkehrs erhöhen sollen.

Der Stadtrat im Rahmen einer Pressekonferenz zum Maßnahmenpaket: „Schon im derzeit laufenden Stadtentwicklungsprozess STEPWN 2030 wird dem Radverkehr eine ganz wesentliche Stellung eingeräumt. Es gibt hier eigene Schwerpunktsetzung, weil wir uns alle einig sind, dass gerade in einer Stadt wie Wiener Neustadt der Radverkehr viel mehr Potenzial hat, als er zurzeit ausschöpft. Hier gilt es, Maßnahmen zu setzen, um das zu verbessern. Das haben wir schon in den letzten drei Jahren getan und setzen nun ab 2018 noch engagierter fort. Wir haben bereits begonnen, ein ganzes Bündel an konkreten Projekten umzusetzen, die allesamt der Stärkung des Radverkehrs dienen werden.“

Verkehrskonzept  im Rahmen des STEPWN 2030

Das Verkehrskonzept des Stadtentwicklungsprozesses beinhaltet eine gewichtige Schwerpunktsetzung für den Radverkehr. Die Experten haben festgestellt, dass gerade in Wiener Neustadt das Potenzial für die aktive Mobilität (Fußgänger- und Radverkehr) sehr hoch ist, weil die Stadt sehr flach ist und drei Viertel des Stadtgebiets innerhalb von 10 Minuten mit dem Fahrrad erreichbar sind. Das Verkehrskonzept von STEPWN 2030 soll dieses Potenzial heben.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligungsveranstaltung „Stadtdialog“ am 14. März gab es seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer konkrete Vorschläge und Ideen zum Radwegenetz in der Stadt. Das zeigt, welche Bedeutung dieses Thema auch für die Menschen hat. Angesichts dieser dynamischen Entwicklung wurde – unabhängig von der weiteren konzeptiven Arbeit im Stadtentwicklungsprozess – bereits für 2018 ein Maßnahmenpaket zur Förderung des Radverkehrs geschnürt und nun Schritt für Schritt umgesetzt.

Ziel: 50% „Umweltverbund“

Im Rahmen von STEPWN 2030 soll in Kooperation mit dem Land Niederösterreich im Herbst 2018 eine vertiefende Befragung mittels einer Fokusgruppe durchgeführt werden. Die Ergebnisse dieser Interviews werden in weiterer Folge ins Verkehrskonzept des Prozesses einfließen. Ziel ist es, dass der Anteil des „Umweltverbundes“ (Fußgänger-, Rad- und öffentlicher Verkehr) langfristig von derzeit 42% auf 50% erhöht wird.

Maßnahmen im Detail

Die Fußgängerzone Wiener Straße wird nach ihrer Fertigstellung für den Radverkehr geöffnet – damit sind dann alle drei Fußgängerzonen für Radfahrer offen.  Die Öffnungen von Einbahnen für den Radverkehr werden auf die Neunkirchner Straße, im Abschnitt Bahngasse bis zum Carl Szokoll-Park und den östlichen Bereich der Bräuhausgasse, im Abschnitt Neunkirchner Straße bis Lederergasse, erweitert.

Der westliche Teil der Bräuhausgasse (Bahngasse bis Hotel „Hilton Garden Inn“) wird zur beruhigten Begegnungszone von PKW, Radverkehr und Fußgängern. In der neu gestalteten Wiener Straße werden Abstellanlagen für rund 20 zusätzliche Fahrräder geschaffen, weitere Abstellanlagen entstehen in der neuen Begegnungszone Bräuhausgasse.

Gefahrenstellen entschärfen

  • Im Zuge der Errichtung des Spar-Marktes in der Kaiserbrunngasse wurde ein selbständiger, vom motorisierten Individualverkehr getrennt führender, Radweg im Bereich Brunner Straße/Zehnergürtel errichtet.
  • Von der Dr. Richard Fröhlich-Gasse zum Zehnergürtel wird der Fußweg für den Radweg geöffnet und der östliche Radweg am Zehnergürtel wird in weiterer Folge Richtung Süden bis zur Kaisersteingasse für beide Fahrrichtungen ausgebaut.
  • In Abstimmung mit dem Land NÖ besteht die Möglichkeit, an der Kreuzung Hauptplatz/Ungargasse eine Radfahrüberfahrt vom Hauptplatz in die Ungargasse zu schaffen. Die Planungen werden in einer Verkehrsverhandlung am 25. Mai behandelt.

Neben der Lückenschließung der beiden Radverkehrsanlagen am Ferdinand Porsche-Ring und in der Bräunlichgasse folgen im Rahmen der Radverkehrsoffensive auch zahlreiche Verbesserungen EURO Velo 9 Radweg.