Wie­ner Neu­stadt: Ob­dach­lo­ser starb an Fol­gen ei­nes Stur­zes

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Schlafstelle / Foto: freepik
Schlafstelle eines Obdachlosen (Symbolbild)Foto: freepik

Tod durch Erfrieren nach Obduktion ausgeschlossen

Die Todesursache des obdachlosen Mannes, der am Morgen des 20. Jänner, bei der „Stadtpark Garage“ in der Wiener Neustädter Innenstadt tot aufgefunden wurde, ist geklärt.

Die auf Antrag des Amtsarztes der Stadt Wiener Neustadt von der Staatsanwaltschaft angeordnete Obduktion ergab, dass der Mann nicht erfroren ist. Er starb an den Folgen eines Sturzes.

Fremdverschulden wird ausgeschlossen

Am 20. Jänner fanden Mitarbeiter des Ordnungsdienstes der Stadt Wiener Neustadt beim Abgang der „Stadtpark Garage“ die Leiche des 40jährigen Mannes. Da die Todesursache nicht auf den ersten Blick erkennbar war, beantragte der Amtsarzt eine Obduktion, die in weiterer Folge von der Staatsanwaltschaft angeordnet wurde. Diese brachte nun das Ergebnis, dass nicht die Kälte für den Tod verantwortlich war, sondern ein Sturz. Fremdverschulden wird dezidiert ausgeschlossen.

Erhebungen in den verschiedenen Einrichtungen zur Obdachlosen-Hilfe in der Stadt ergaben außerdem, dass es in der betreffenden Nacht mehrere freie Plätze gegeben hätte, die der Mann jedoch nicht in Anspruch genommen hat. Der Verstorbene war weder dem Sozialservice der Stadt noch den Hilfsorganisationen bekannt.

Zahlreiche Anlaufstellen

Konkret gibt es in Wiener Neustadt folgende Unterkünfte für Obdachlose:

• Verein Betreuung Orientierung, Bräunlichgasse 8, Tel.: 0 26 22 / 84 684 (15 Plätze für obdachlose Männer)
• Verein Soziale Betreuung Nö. Süd, Johann Strauß Gasse 8, Tel: 0 26 22 / 23 191, Männerwohnheim (16 Plätze) + Notschlafstelle (2 Plätze für Männer)
• Verein Soziale Betreuung Nö. Süd, Weiberwirtschaft, Kurt-Ingerl-Gasse 6, Tel. 0676 / 901 93 30, Wohngemeinschaft für Frauen und Kinder (20 Plätze) + Notschlafstelle für Frauen (4 Plätze)

Darüber hinaus sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialservice der Stadt permanent Ansprechpartner für Menschen in Notsituationen. Sie helfen bei Miet- und Wohnungsfragen, bei finanziellen Schwierigkeiten, bei Wiedereinglierungen in ein geregeltes Leben, in Fragen der Sozialhilfe, uvm. In der individuellen Beratung lassen sich auch Schwierigkeiten von obdachlosen Menschen lösen oder zumindest mindern.

Schlafstelle / Foto: freepik

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