Wiener Neustadt: Heimweg-Telefon ab 5. März wieder verfügbar

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Heimweg-Telefon / Foto: freepik
(Symbolbild)Foto: freepik

Sicherer Heimweg mit der speziellen Telefonhotline

02622/373-333: Das ist die Telefonnummer, die jede/r wählen kann, um sich auf dem Weg durchs nächtliche Wiener Neustadt sicher zu fühlen.

Abschreckung und Hilfe

Das Prinzip ist so einfach wie wirkungsvoll: Am anderen Ende der Leitung sitzen geschulte Mitarbeiter, die durch das Gespräch Sicherheit vermitteln. Das schreckt potentielle Täter ab und im Ernstfall kann sofort die Polizei verständigt werden. Verfügbar ist das Service der Stadt wieder per 5. März – an jedem Freitag und Samstag, sowie vor Feiertagen, in der Zeit von 22 bis 3 Uhr.

Die Idee des Heimweg-Telefons stammt von der Ordnungswache Graz, wo das Service bereits seit November 2016 angeboten wird. Das Wiener Neustädter Heimweg-Telefon ist dank der Unterstützung aus Graz (dorthin werden auch die Anrufe aus Wiener Neustadt durchgestellt) der professionelle Draht, für einen sicheren Heimweg.

Wie läuft ein Anruf beim Heimweg-Telefon ab?

Christian Steger ist der Einsatzleiter der Ordnungswache Graz und arbeitet auch selbst beim Heimweg-Telefon mit. Hier erklärt er, wie ein Anruf abläuft.

Ich wähle 02622/373-333. Wie geht’s dann weiter?

C. Steger: Einer der zwei diensthabenden Mitarbeiter meldet sich und beginnt das Gespräch. Eine der ersten Fragen ist die nach dem Standort. Das ist wichtig für einen eventuellen Kurzschluss mit der Exekutive. Wir fragen auch nach dem Namen, dem Alter, usw. Das müssen die Anrufer aber nicht verraten. Sie können auch anonym bleiben, wenn sie das wollen. Es werden auch keinerlei Notizen oder Mitschnitte gemacht bei den Gesprächen.

Worüber wird gesprochen?

Über vieles. Manche sind gesprächiger als andere, aber das ist ein bissl die Kunst, ein Gespräch aufzubauen und zu halten. Aber darum geht es ja schließlich. Es bringt nix, wenn wir uns anschweigen. Potentielle Täter sollen dadurch abgeschreckt werden, dass die Person telefoniert, also nicht wirklich alleine ist. Die Leute beschreiben aber auch konkrete Situationen und wir geben Tipps. Manchmal reicht es schon, die Straßenseite zu wechseln, oder das Telefon auf Lautsprecher zu stellen, damit die anderen hören, dass da wirklich wer dran ist.

Wer kann anrufen?

Jede und jeder, ganz egal wie alt. Natürlich rufen überwiegend Frauen an, oft sind es aber auch junge Männer. Zum Beispiel hatten wir eine Zeit lang einen Lehrling als „Stammgast“. Der musste bis spät abends arbeiten und dann durch ein Waldstück nach Hause. Da haben wir ihn oft und gern begleitet.

Wie lange dauern die Gespräche?

Das ist unterschiedlich. Von 3 Minuten bis zu einer dreiviertel Stunde.

Noch mehr Infos zum Heimweg-Telefon finden Sie hier.

Spenger und Samwald / Foto: spwn

Spenger und Samwald für Wachzimmer am Bahnhof Wr. Neustadt

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