Wie­ner Neu­stadt: das wird das neue Lei­ner-Are­al

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Leiner Areal / Foto: © Moser Architects / ZOOMVP.AT/ZOOM visual project gmbh
Foto: © Moser Architects / ZOOMVP.AT/ZOOM visual project gmbh

Hall­mann Hol­ding und SÜBA rea­li­sie­ren neu­es Bau­pro­jekt

Am ehemaligen Leiner-Areal, unmittelbar angrenzend an den Stadtpark, entsteht in den kommenden Jahren ein lebendiges und nachhaltiges neues Stadtquartier, mit einem diversifizierten Mischnutzungskonzept von Wohnungen, Shopping, einem Kindergarten und Schulen.

Klemens Hallmann, Gründer und Alleineigentümer der Hallmann Holding, hat gemeinsam mit seiner 100%igen Tochtergesellschaft SÜBA AG sowie mit dem renommierten Architekturbüro Moser Architects einen intensiven Planungs- und Evaluierungsprozess gestartet und sich ein hohes Ziel gesetzt: Eine innovative Quartiersentwicklung mit höchsten Standards für Qualität und Nachhaltigkeit, die Bedürfnisse der Menschen in Wiener Neustadt erfüllen soll.

Nettonutzfläche von 55.000 m2

„Wir lassen die ursprüngliche, soziale Bedeutung des Areals wiederaufleben und geben den Wiener Neustädtern einen Teil ihrer Stadt zurück. Durch einen diversifizierten Nutzungsmix mit modernem Wohnraum, großzügigen öffentlichen Plätzen und attraktiven Einkaufs- sowie Gastronomie-Möglichkeiten wollen wir starke nachhaltige Akzente im Herzen der Stadt setzen und ein einzigartiges architektonisches Landmark-Projekt gestalten. Damit ermöglichen wir Mehrwert für die Stadt selbst und für ihre Bevölkerung. Überdies setzen wir für das Land Niederösterreich richtungsweisende Impulse bei der Stadtentwicklung“, so Klemens Hallmann, Gründer und Alleineigentümer der Hallmann Holding. Er hat das Potenzial des zentral gelegenen urbanen Areals erkannt und war federführend bei der gesamten Projektentwicklung.

Nach abgeschlossenem Widmungsverfahren wird das Projekt ehestmöglich eingereicht. Nach Vorliegen des Baubewilligungsbescheids wird unverzüglich mit dem Bau begonnen. Vom Startschuss der Bauarbeiten weg wird die Fertigstellung des gesamten Stadtquartiers rund drei Jahre benötigen. Das Projektvolumen umfasst ca. 200 Mio. Euro.

„Das Wohnen per se hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert. Mittler-weile verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit, Wohnen und Freizeit und es bedarf ganzheitlicher Konzepte, die diesen veränderten Bedürfnissen der Menschen Rechnung tragen. Diese Erkenntnisse lassen wir selbstverständlich auch in unsere Planungen hier in Wiener Neustadt einfließen“, so Klemens Hallmann über die strategische Ausrichtung des Projekts.

Musischer Bildungscampus

Neben einem diversifizierten Wohnungsmix bildet ein vielfältiges Bildungsangebot ein wesentliches Key-Asset des Projekts. Ein musischer Bildungscampus, bestehend aus einem Kindergarten, einer Volksschule, einer Neuen Mittelschule sowie einem auch für die Öffentlichkeit zugänglichen Konzertsaal, macht das Projekt vor allem auch für junge Familien interessant. Abgerundet wird das neue Stadtquartier durch attraktive Einkaufsmöglichkeiten, ein umfassendes Ärztezentrum, kleinformatige Gastronomie-Flächen, einladende Fitnessbereiche sowie moderne Büroflächen sowohl im Erdgeschoss als auch auf den Dächern. Die öffentlich nutzbaren Angebote nehmen 44% der Gebäudefläche ein. Durch die vielseitige und zukunftsträchtige Mischnutzung wird das Prestige-Projekt nicht nur einen großen Beitrag für die Menschen in Wiener Neustadt leisten, sondern darüber hinaus die zukünftige Stadtentwicklung aktiv mitgestalten.

Wohnungsmix für alle Generationen

Insgesamt werden rund 600 Wohneinheiten realisiert – inklusive Balkons, Terrassen oder Privatgärten. Der Wohnungsbereich wird 56% der Gebäudeflächen umfassen. Der durchdachte Wohnungsmix richtet sich dabei sowohl an junge, als auch an ältere Menschen und reicht von Micro-Apartments bis hin zu betreubarem Wohnen. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 25 m2 und 85 m2.

Besondere Bedeutung hat auch die Leistbarkeit für die Verantwortlichen: „Die Grundrisse werden bei dem Projekt entsprechend flexibel geplant, wodurch wir den Menschen für jede Lebensphase den richtigen Wohnungstyp anbieten können. Dabei werden sie in Abhängigkeit zum Preis und der Kaufkraft gestellt, um so vor allem auch leistbar zu bleiben. Es werden Mietwohnungen ebenso wie Eigentumswohnungen angeboten“, erklärt Heinz Fletzberger, Vorstand der SÜBA AG.

Schneeberger: Stadtentwicklungsprojekt von allerhöchster Bedeutung

„Das vorliegende Projekt ist für die Stadt Wiener Neustadt gleich aus mehreren Gründen von immenser Bedeutung. Erstens zeigt es, wie innovative Stadtentwicklung in Zukunft ablaufen wird: Wir verdichten bereits versiegelte Flächen im Stadtkern und können dadurch Grünräume erhalten. Zweitens schaffen wir mit dem Quartier neuen Wohnraum in der Innenstadt und sorgen damit für erhöhte Frequenz, was wiederum direkt dem Handel zugutekommt. Und drittens können wir mit dem Kindergarten, der Volks- und Mittelschule, sowie der Musikschule Platz für wichtige öffentliche Einrichtungen schaffen, wodurch wir auch die Qualität der Aus- und Weiterbildung vor allem unserer Kinder massiv erhöhen. Im Rahmen der nun folgenden Ausstellung können sich die Bürgerinnen und Bürger noch vor der Realisierung aktiv einbringen und selbst auch Vorschläge machen“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger.

CO2-Reduktion durch Einsatz innovativer Technologien

Auch die Nachhaltigkeit wird im Rahmen des smarten Mischnutzungskonzepts bei dem Landmark-Projekt großgeschrieben. Durch den Einsatz innovativer Technologien wie beispielsweise der Betonkernaktivierung, bei der über das Grundwasser, Erdwärmesonden und Wärmepumpsysteme die Gebäudedecken als Wärme- und Kältespeicher eingesetzt werden, wird der CO2-Fußabdruck maßgeblich reduziert.

In Kombination mit dem Einsatz von Photovoltaikanlagen und Grünstrom sowie den angestrebten klimaaktiv- und Greenpass-Zertifizierungen untermauern die Projektentwickler rund um Klemens Hallmann eindrucksvoll die ökologische Verantwortung, der sie bei diesem Projekt nachkommen. Die grüne Handschrift zeigt sich außerdem auch in puncto Bodenschutzstrategie: Die Liegenschaft ist derzeit zu 100% versiegelt und wird im Zuge der Neuentwicklung des Areals und im Sinne einer zukunftsfähigen Raumordnung zu entsiegeltem, urbanem Raum umgewandelt.

Darüber hinaus spielt die Begrünung des Areals eine zentrale Rolle in der Quartiersentwicklung. Neben dem unmittelbar angrenzenden Stadtpark sorgen großzügige Grünflächen mit beschatteten Sitzgelegenheiten, vertikale Gärten und begrünte Dächer für eine willkommene Erholungsmöglichkeit im urbanen Raum. Ergänzt wird dieses Green Building-Konzept durch eine klimaschonende autofreie Zone. Hierfür wird eine unterirdische, ein- und zweigeschossige Tiefgarage mit ca. 900 Parkplätzen, E-Ladestationen, Fahrradstellplätzen sowie Carsharing-Angeboten geplant. Zusätzlich wird das bestehende, infrastrukturelle Angebot der Umgebung um eine Bushaltestelle im Bildungscampusbereich erweitert.

Der Einsatz innovativer, energieeffizienter Technologien wird überdies bei den neuen Wohnungen für im Vergleich deutlich günstigere Betriebskosten sorgen.

Neuinterpretation bestehender architektonischer Merkmale

Bei der Gestaltung des Stadtquartiers gehen die Projektentwickler bewusst auf die vorhandenen architektonischen Gestaltungsmerkmale ein, um das Areal nahtlos in die Umgebung einzubetten. Dabei sind neben der traditionellen österreichischen Dachform mit kleinteiliger Deckung vor allem Erker als prägnante Ausbuchtung der Fassade und schattenspendende sowie witterungsgeschützte Arkaden von Bedeutung und werden im Zeitgeist von Morgen neu interpretiert.

„Bei einem Projekt dieser Dimension ist es unabdingbar, auf die vorhandenen Strukturen einzugehen und auch das große Ganze – also das bestehende Ortsbild – im Blick zu haben. Durch die Neuinterpretation der traditionellen Elemente brechen wir das mögliche Volumen auf, um qualitative Aufenthaltsbereiche im Innen- und Außenraum entwickeln und Durchblicke, Einblicke und inszenierte Räume kreieren zu können. Durch die Höhenstaffelung der einzelnen Baukörper in Kombination mit viel Grün in Form von Rasenflächen und schattenspendenden Bäumen haben Klemens Hallmann und ich gemeinsam ein stimmiges Gebäudeensemble geschaffen, das die öffentlichen Plätze perfekt akzentuiert und einen identitätsstiftenden Mehrwert für alle Bewohner bietet“, so Marius Moser, CEO der Moser Architects, über die gestalterische Identität des Projekts.

Modellausstellung und Ideen-Aktion

Nicht nur bei der ganzheitlichen Planung des Projekts gehen die Projektentwickler auf die Bedürfnisse der Wiener Neustädter ein, sondern auch bei der Namensfindung. Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs mit den Schulen und Bildungsstätten Wiener Neustadts wird die Stadtbevölkerung aktiv miteinbezogen und zur Namensgebung animiert. Dabei werden die besten Namensvorschläge mit hochwertigen Preisen, die den jeweiligen Klassen direkt zugutekommen, prämiert.

„Bei der Planung und Entwicklung dieses Landmark-Projekts in Wiener Neustadt stehen die Anliegen und Bedürfnisse der Bewohner an oberster Stelle. Mit der Quartiersentwicklung wollen wir aus dem Areal, das in den vergangenen Jahren primär als Wirkungsstätte großer Handelskonzerne gedient hat, wieder einen nachhaltigen, zukunftsorientierten, pulsierenden und modern gestalteten Lebens-raum machen, in dem sich die Menschen über Generationen hinweg wohl fühlen können“, so Klemens Hallmann abschließend.

Um die Integration der Stadtbevölkerung weiter zu unterstreichen, wird den Wiener Neustädtern im Rahmen einer Ausstellung die Möglichkeit geboten, Einblick in das Projekt zu bekommen und sich somit ein eigenes Bild vom neuen Stadtquartier zu machen. Hierfür werden zwei Präsentationsstände am Projektgelände errichtet, bei denen sich die Anrainer und interessierte Menschen informieren können. Darüber hinaus wird es vor Ort Sammelboxen für Wünsche und Anregungen sowie für Interessenten geben. Die Informationskampagne wird im Zeitraum vom 5. bis zum 16. Oktober jeweils Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr bzw. Mittwoch von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr stattfinden.

Ideen, Wünsche und Anmerkungen zum Projekt können überdies jederzeit per Mail-Adresse bekannt gegeben werden.

Leiner-Brücke / Foto: wn24

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