Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März wurden auch dieses Jahr vor dem BORG in Wiener Neustadt wieder Catcalls also sexistische Sprüche, wie sie Frauen* tagtäglich erleben, sichtbar gemacht.
Es braucht mehr als symbolische Gesten
In der Herzog-Leopold-Straße wurden PassantInnen über das Thema informiert und eingeladen, sexistische Sprüche „anzukreiden“, um auf die alltägliche Belästigung aufmerksam zu machen. Die Aktion setzt ein klares Zeichen: Frauen brauchen nicht nur symbolische Gesten wie Blumen oder Rabatte, sondern gleiche Rechte und konsequente Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung.
Beleidigende und sexistische Kommentare
Dass noch viel Aufklärungsarbeit und Awareness notwendig sind, zeigen die Reaktionen im Internet auf ein Video der NÖN Wiener Neustadt, in dem über die Catcall-Aktion berichtet wird.
„Viele Kommentare zeigen nicht nur Unverständnis gegenüber dem Problem, sondern waren schlicht beleidigend und sexistisch“, erzählt Kimberly Paulesits vom Kompetenzzentrum für Jugendarbeit „Jugend und Kultur“, das für die Aktion verantwortlich zeichnet: „Erfahrungsgemäß lösen Aktionen zum Thema Catcalling immer wieder auch kritische oder ablehnende Reaktionen aus – besonders in sozialen Medien. In der öffentlichen Diskussion kam es dabei vereinzelt auch zu persönlichen und abwertenden Kommentaren. Ein respektvoller Umgang miteinander sollte jedoch unabhängig von unterschiedlichen Meinungen selbstverständlich sein.“
Die Idee für die Catcall Aktion ist angelehnt an die erfolgreiche „Ankreide“-Aktion gegen Catcalling, die unter dem Hashtags #chalkback und #stopstreetharassment inzwischen weltweit auf die Problematik aufmerksam macht. Mehr Infos gibt es auf chalkback.org.











