Sat­tel­zug stürzt auf Süd­au­tob­han in Stra­ßen­gra­ben

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Unfall Sattelzug 4 / Foto: Presseteam feuerwehr Wiener Neustadt
Foto: Presseteam feuerwehr Wiener Neustadt

In den frü­hen Mor­gen­stun­den des 20. Aprils 2015 er­eig­ne­te sich ein schwe­rer Un­fall auf der A2.

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche rückte die Feuerwehr Wiener Neustadt zu einer schweren Bergung aus. Auf der A2 kam ein slovakischer Lkw von der Fahrbahn ab und kippte aufs Dach. Obwohl die Fahrerkabine schwer deformiert war, konnte sich der 50- jährige Lenker selbstständig aus seinem Fahrzeug retten.

Da nach den ersten Meldungen von einer eingeklemmten Person ausgegangen werden musste, wurden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt, um kurz vor sechs Uhr, zu einer Menschenrettung alarmiert. Innerhalb kürzester Zeit rückten sechs Fahrzeuge auf die Südautobahn Fahrtrichtung Graz aus.

Lenker konnte sich selbst befreien

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, wurde der Lkw- Lenker bereits vom Samariterbund versorgt. Obwohl die Fahrerkabine durch den Unfall stark deformiert war, konnte sich der Lenker selber aus dem Fahrzeug ziehen. Er wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Komplizierte Bergung

Die Bergung des verunfallten Lkws gestaltete sich als kompliziert. Um das Zugfahrzeug und den Anhänger wieder drehen zu können, musste die tonnenschwere Ladung vom Anhänger getrennt werden. Danach konnte der Lkw mittels 55 Tonnen Kran gedreht und vom schweren Rüstfahrzeug zurück auf die Fahrbahn gezogen werden. Im Anschluss wurden die geladenen Stahlplatten geborgen. Den Abtransport des Fahrzeuges und der Ladung übernahm ein Privatunternehmen.

Da die Autobahn in Fahrtrichtung Graz aufgrund der Bergearbeiten auf eine Spur verengt werden musste, kam es im Morgenverkehr zu erheblichen Verzögerungen und Staubildung. Nach fünf Stunden konnten sechs Fahrzeuge und 24 Mann wieder einrücken.