Ost­um­fah­rung Wie­ner Neu­stadt: zu­rück zum Start?

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Baustelle Ostumfahrung / ©  Kenneth Brockmann / pixelio.de
DIe Umweltverträglichkeitsprüfung zur geplanten Ostumfahrung in Wiener Neustadt läuft...© Kenneth Brockmann / pixelio.de

Land NÖ prüft Al­ter­na­ti­ven – neue Zah­len wer­den er­ho­ben

Im 1. Quartal 2016 hätte die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das größte Straßenbauprojekt im Raum Wiener Neustadt starten sollen. Jetzt heißt es bei der Ostumfahrung wieder zurück an den Start.

Die Verkehrsstudie wird völlig überarbeitet: Verkehrszählungen werden nochmals durchgeführt, Alternativen zur Ostumfahrung untersucht und erstmals auch der Anteil des Durchzugsverkehrs ausgewiesen.

Aktuelle Zahlen werfen Fragen auf

Ziel der Ostumfahrung ist es, den Durchzugsverkehr zu reduzieren. Ob das gelingen kann, darüber gibt es seit Jahren heftige Diskussionen. Die derzeit vorliegenden Zahlen des Landes Niederösterreich zeigen, dass die Ostumfahrung das nicht bringt. Das Gesamtverkehrsaufkommen auf der Nord-Süd-Achse steigt bis 2030 um 50 %. Der Verkehr in der Nestroystraße geht um 24 % und in der Grazer Straße um 7 % nach oben.


Diagramm Verkehrsveränderungen (Quelle: Radlobby WN)

Alternative Szenarien

„Neben neuen Verkehrszählungen werden jetzt spät aber doch endlich auch Alternativen unter die Lupe genommen. Es wird untersucht, wie sich verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der Grazer Straße und der Nestroystraße auswirken und ob die Ostumfahrung überhaupt notwendig ist. Mit den neuen Szenario-Rechnungen und der Ausweisung des Anteils des Durchzugsverkehrs wird eine bessere Entscheidungsgrundlage geschaffen. Wenn diese Daten vorliegen kann und muss der nächste Schritt eine richtige BürgerInnen-Beteiligung sein.

Bisher gab es von politischer Seite für die direkt Betroffenen immer nur häppchenweise Informationen“, so Hannes Höller von der Radlobby Wiener Neustadt.

Erweiterung der Verkehrsstudie

Die Verkehrsstudie zur Ostumfahrung wird um folgende Punkte erweitert:

  • Szenario 2 – Verkehrsberuhigung und Ostumfahrung 2030: Trendprognose mit Errichtung der B 17 Umfahrung Wiener Neustadt Ost, Teil 2 mit einer starken Verkehrsberuhigung in der Ortsdurchfahrt Lichtenwörth (und zusätzlich neu) einer Verkehrsberuhigung der Grazer Straße und Nestroystraße+Hohe Brücke und
  • Szenario 3 – Verkehrsberuhigung ohne Ostumfahrung 2030: Trendprognose ohne Errichtung der B 17 Umfahrung Wiener Neustadt Ost, Teil 2 mit einer starken Verkehrsberuhigung in der Ortsdurchfahrt Lichtenwörth sowie einer Verkehrsberuhigung der Grazer Straße und Nestroystraße+Hohe Brücke und
  • Ausweisung des Anteils des Durchzugsverkehrs