Startseite Panorama Pride Einhörner, Glitzer, und feurige Brandreden: das war die Pride 2025

Einhörner, Glitzer, und feurige Brandreden: das war die Pride 2025

Wiener Neustadt: 3. Regenbogenparade in Wiener Neustadt

Pride 2025 am Hauptplatz / Foto: Another Perspective Studio
Foto: Another Perspective Studio

Mit hunderten Besucher:innen, ausgelassener Stimmung und feurigen politischen Botschaften war die dritte Regenbogenparade in Wiener Neustadt ein voller Erfolg. Unter dem Motto „Pride – this is us“ wurde nicht nur gefeiert, sondern auch eindrucksvoll demonstriert: für Vielfalt, für Rechte – und gegen das Wegschauen.

„Die Unterstützung aus der Bevölkerung war unbeschreiblich. Anwohner:innen hängten Regenbogenfahnen aus den Fenstern, winkten von Balkonen und begleiteten die Parade mit selbstgemalten Schildern – die Solidarität war überall spürbar. Menschen haben mitgefeiert, mitgewunken, ihre Häuser geschmückt – und viele Eltern waren dabei, um ihre Kinder sichtbar und stolz zu unterstützen“, so Mark-Andre Veraszt’o, Mitorganisator der Pride. Der bunte Demonstrationszug verwandelte die Innenstadt in einen Ort der Lebensfreude und Solidarität – aber eben auch des offenen Diskurs.

Scharfe Worte …

Denn trotz Partystimmung wurde es politisch: In mehreren Redebeiträgen wurde kein Blatt vor den Mund genommen. In scharfen Worten wurde ungefiltert gegen queerfeindliche Politik gewettert – gegen das autoritäre Regime Putins, gegen Orbáns systematische Unterdrückung queerer Rechte und gegen heimische Politiker:innen, die durch Untätigkeit oder gezielte Hetze auffallen.

„Uns wird vorgeworfen, pervers zu sein. Aber es sind doch nicht wir, die pervers sind – die wahre Perversion ist die Obsession mit der Politik von Orbán und Putin!“, betonte Mark-Andre Veraszt’o in seiner Brandrede. „Die Rechten schaffen Hetze. Wir schaffen Widerstand!“

… und Dankbarkeit

Trotz rauer Worte gab es jedoch auch Danksagungen: “Wir danken allen Polizist:innen, die professionell für unsere Sicherheit gesorgt haben. Auch danken wir den Vertreter:innen von SPÖ, Grünen und NEOS für ihre Unterstützung vor, während und nach der Pride. Aber unser größter Dank gilt natürlich allen Menschen, die der Hitze getrotzt haben, um mit uns auf die Straße zu ziehen.”, sagt Veraszt’o.

Die dritte Pride zeigte eindrucksvoll: Pride endet nicht an der Wiener Stadtgrenze – sie beginnt genau dort, wo sie am nötigsten ist. Auch in den ländlichen Regionen ist es möglich, eine klare Botschaft gegen Hass und Hetze zu setzen.

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