Startseite Panorama Gesundheit Ein Zeichen des Triumphs: wenn Patienten die Chemoglocke läuten

Ein Zeichen des Triumphs: wenn Patienten die Chemoglocke läuten

Wiener Neustadt: ein für alle gut hörbares Signal im Universitätsklinikum

Chemoglocke / Foto: Universitätsklinikum Wiener Neustadt
Patient David Granabetter läutet gemeinsam mit einem Teil des Behandlungsteams der Urologie des Universitätsklinikums Wiener Neustadt die Chemoglocke – ein symbolträchtiger Moment des Sieges und der Hoffnung. (v.l.n.r. OA Dr. Nikolov Mladen; DGKP Brigitte Ezema; Patient David Granabetter; Stationsleiterin Sandra Rannicher; Prim. Ass.-Prof. Dr. Martin Haydter, FEBU)Foto: Universitätsklinikum Wiener Neustadt

Nach Monaten voller Kampf, Schmerz und Unsicherheit konnte ein Patient der Urologie im Universitätsklinikum Wiener Neustadt als Erster die neu eingeführte Chemoglocke läuten. Ein Symbol für Mut, Durchhaltevermögen und den Beginn eines neuen Kapitels. Dieser Augenblick berührt alle, die ihn miterleben – Patientinnen und Patienten, Angehörige und das Behandlungsteam.

Für viele Krebspatientinnen und- patienten ist die Chemotherapie ein langer, kräftezehrender Weg, geprägt von körperlichen Nebenwirkungen, emotionalen Tiefpunkten und existenziellen Ängsten. Umso bedeutsamer ist der Augenblick, wenn die letzte Infusion verabreicht ist, der Behandlungsplan erfüllt wurde und der Alltag langsam wieder Form annimmt.

Ein Moment, der Leben verändert

Das Läuten der Chemoglocke ist ein freiwilliger Akt, bei dem Patientinnen und Patienten am Ende ihrer Behandlung eine Glocke schlagen – oft in Anwesenheit des Behandlungsteams, der Familie oder anderer Patientinnen und Patienten. Es ist ein kraftvolles Symbol für das Überstehen einer schweren Zeit, ein Zeichen der Hoffnung und des persönlichen Triumphs.

Was auf den ersten Blick wie ein einfacher Akt erscheinen mag, ist für viele ein emotionaler Meilenstein. „Das Läuten der Chemoglocke ist für uns alle ein tief bewegender Moment. Es symbolisiert nicht nur das Ende einer herausfordernden Behandlung, sondern vor allem die unerschütterliche Kraft und den Mut unserer Patientinnen und Patienten. Dieses Ritual verbindet uns im Team und mit den Betroffenen auf ganz besondere Weise – es schenkt Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft“, freut sich Stationsleiterin Sandra Rannicher über den Erfolg von Patient David Granabetter, der als erster Patient die neue Chemoglocke läuten konnte.

Dankbarkeit, Stolz und Freude

Das Läuten der Glocke soll Raum für Dankbarkeit, für Stolz und nicht selten für Tränen der Freude ebenso wie der Erleichterung schaffen. Es ist ein Moment, in dem Patientinnen und Patienten sich selbst feiern dürfen: für ihre Stärke, ihre Geduld, ihren Mut.

Zugleich wirkt das Ritual auch auf andere – Mitpatientinnen und Mitpatienten, Angehörige und das medizinische Personal. Aus diesem Anlass hat die Urologie des Universitätsklinikums Wiener Neustadt das Ritual der Chemoglocke etabliert, um diesen besonderen Moment würdig zu gestalten und Hoffnung zu schenken.

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