Deutlich sichtbar nimmt das neue Stadtquartier „ein viertel grün“ auf dem Areal des ehemaligen Stadions mehr und mehr Gestalt an. Die gemeinnützigen Wohnbauträger Alpenland, EGW und Heimat Österreich schaffen in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Wiener Neustadt und dem Land Niederösterreich Wohnraum für rund 1.200 Menschen.
Um eine lebendige, aktive Nachbarschaft zu entwickeln, wurde die Caritas Stadtteilarbeit zur Besiedelungsbegleitung ins Team geholt. Parallel zur laufenden Wohnungsvermarktung und der Übergabe der ersten Wohnungen im September startet auch die Stadtteilarbeit.
Nachbarschaft aktiv mitgestalten
„Wir möchten, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner im ‚ein viertel grün‘ wohl fühlen und aktiv mitgestalten. Eine gute Nachbarschaft ist ein Schlüssel für eine hohe Lebensqualität. Als Wohnbauträger können wir die Rahmenbedingungen mit guter Bauqualität, Gemeinschaftsflächen und großzügigen Grünzonen schaffen. Unser Appell an die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner – nutzen Sie diese Möglichkeiten!“, so der gemeinsame Aufruf von Sandra Bauernfeind (Direktorin Heimat Österreich), Isabella Stickler (Obfrau Alpenland) und Fritz Kittel und Karin Kieslinger (Geschäftsführung EGW).
Impulse zur Gestaltung der Nachbarschaft
Mit der Übergabe der ersten Wohnungen im September 2025 setzt ein Team der Stadtteilarbeit der Caritas Wien für rund zwei Jahre gemeinsam mit den insgesamt 1.200 Bewohner:innen unterstützende Impulse zur Gestaltung der Nachbarschaft. Ein Aufgabenbereich ist die Aneignung von Gemeinschaftsflächen, die für unterschiedlichste Nutzungen und Bedarfe zur Verfügung stehen sollen. Mut zum Versuch und zur Freude, die Verstärkung der Stimmen, die leiser sind, Wertschätzung allen anderen gegenüber und der Grundsatz der Gleichheit aller Beteiligten stehen in diesen Prozessen im Vordergrund.
Freiwilligkeit und Teilhabe
Leonhard Schilling, Caritas Stadtteilarbeit: „Nachbarschaft bedeutet auch Vielfalt – Unterschiede in Lebensweisen, Meinungen, Ideen und Überzeugungen. Eine aktive und moderierte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Meinungen und Bedürfnissen ermöglicht es einer neu entstehenden Nachbarschaft – gemeinsam mit uns – diese Vielfalt kennenzulernen und sie wertschätzend in Gestaltungsprozesse einzubinden.“
Wichtig bleibt dabei die Freiwilligkeit: Niemand soll sich verpflichtet fühlen, mitzuwirken. Zugleich sollen alle, die zeitliche Ressourcen oder Ideen haben, Möglichkeiten finden, aktiv zu werden. Die Caritas Stadtteilarbeit sieht in Mitgestaltung und Partizipation einen Pfeiler einer demokratischen Zivilgesellschaft, die Wege findet, im Gespräch zu bleiben und unterschiedliche Interessenlagen auszuverhandeln.












