Startseite Panorama Denkmäler „Antifaschismusdenkmal“ am Städtischen Friedhof wurde restauriert

„Antifaschismusdenkmal“ am Städtischen Friedhof wurde restauriert

Wiener Neustadt: ein Denkmal für Opfer des Faschismus

Antifaschismusdenkmal / Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller
Stadtarchiv-Leiter Gerhard Geissl, Zweiter Vizebürgermeister LAbg. Rainer Spenger und Sabine Schmitner-Laszakovits (Stadtarchiv)Foto: Stadt Wiener Neustadt/Weller

Neben dem Hauptweg am Wiener Neustädter Friedhof, der an der Friedhofskapelle vorbeiführt, befindet sich das sogenannte „Antifaschismusdenkmal“. Im Herbst wurde das Denkmal restauriert: Es wurde vorgefestigt, gereinigt, Risse und Sprünge verfüllt sowie das gesamte Objekt mit einer Natursteinlasur geschlämmt.

„Das ‚Antifaschismusdenkmal‘ erinnert an die unzähligen Opfer des Faschismus und mahnt uns an jene, die wegen ihrer Überzeugungen, ihrer Herkunft oder ihres friedlichen Widerstands ihr Leben verloren haben. Mit der Restaurierung bewahren wir nicht nur das Gedenken an sie, sondern bekennen uns auch zu unserer Verantwortung, Freiheit und Menschlichkeit zu schützen“, so der für Denkmäler zuständige Stadtrat, Zweiter Vizebürgermeister LAbg. Rainer Spenger.

Geschichtliches zum „Antifaschismusdenkmal“

Es entstand wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges als Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus. Viele Menschen fanden zwischen 1938 und 1945 einen gewaltsamen Tod, weil sie Kritik am herrschenden Regime übten, ungeachtet dessen, dass sie sich mit friedlichen Mitteln gegen dieses zur Wehr setzten. Unzählige wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft in Konzentrationslager deportiert, wo sie auf grausame Weise zu Tode kamen. Eine Inschrift am Denkmal „Niemals vergessen. Den Opfern des Faschismus 1934 – 1945“ weist daraufhin, dass nicht nur den Toten unter nationalsozialistischer Herrschaft, sondern auch den Opfern des austrofaschistischen Regimes unter Engelbert Dollfuß und Kurt Schuschnigg (1934 – 1938) gedacht wurde.

Aufwendige Restaurierung

Das eindrucksvolle Objekt besteht aus einer angedeuteten, segmentierten Mauer, die wohl Gefangenschaft symbolisiert. Zentral vor der Mauer befindet sich die Skulptur eines in Ketten gelegten Mannes, flankiert von zwei Reliefs. Das eine Relief zeigt einen Menschen, der in hockender Position schwere Arbeit verrichtet, während das andere Relief eine am Boden kauernde Frau zeigt, die erschöpft oder verzweifelt ihren Kopf in die Hand senkt.

Bei der Restaurierung im Herbst 2025 durch die Firmen Hönig und KR Gersthofer GmbH wurde nun eine Vorfestigung des Kalksandsteins mittels Kieselsäureesther sowie eine Reinigung mittels Jos-Niederdruckwirbelverfahren angewandt. Risse und Sprünge wurden mit Epoxydharz verfüllt und das gesamte Objekt mit einer Natursteinlasur geschlämmt.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner