Wie­ner Neu­stadt: Stu­die­ren­de ver­stär­ken Ein­satz bei CO­VID-Test­stra­ße

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FHWN-Studierende verstärken Einsatz bei COVID-Teststraße / Foto: © Stadt Wiener Neustadt/Michael Weller
Bettina Koller-Resetarics, Klaus Schneeberger und Peter Erlacher mit Testerinnen der FH Wiener Neustadt in der Teststraße.Foto: © Stadt Wiener Neustadt/Michael Weller

As­sis­tenz­ein­satz des Bun­des­hee­res seit 1. Ju­ni be­en­det

Seit März 2021 sind ca. 100 Studierende der FH Wiener Neustadt in den Teststraßen im Einsatz.

Mit 21. Juni verstärken die Studierenden der FHWN ihren Einsatz noch einmal – und zwar bei der Teststraße in der Arena Nova. Die weiteren Zentren in den Kasematten und dem ehemaligen Geschäft „Carnaby“ werden ab diesem Tag nicht mehr betrieben. Die Teststation am Marienmarkt bleibt aufrecht – hier gibt es bei Bedarf ebenfalls Unterstützung der FHWN.

Extrem hoher Aufwand

Die Pandemie beschäftigt Ministerien, Behörden und Gemeinden mittlerweile bereits seit über einem Jahr – und konfrontiert sie immer wieder mit neuen Herausforderungen. Um die Infektionszahlen zu senken bzw. niedrig zu halten, wurde eine breite Teststrategie ausgerollt. Doch der Betrieb einer Teststraße bedeutet extrem hohen Aufwand – sowohl finanziell, als auch personell. In Wiener Neustadt gelang der problemlose Betrieb unter der Führung der Stadt Wiener Neustadt dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, dem Bundesheer, der Freiwilligen Feuerwehr und den Studierenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Wiener Neustadt.

Der große Assistenzeinsatz des Bundesheeres wurde mit 1. Juni beendet, derzeit versehen noch 12 Soldaten der Militärakademie Dienst bei den Tests. Darum wurde der Personal-Pool der Fachhochschule nun aufgestockt.

Win-Win: Einsatz gilt als Praktikum

Für die Region stellt der Einsatz der Studierenden, der einen reibungslosen Ablauf in den Teststraßen garantiert, einen unglaublich wertvollen Beitrag dar – doch auch die Studierenden selbst profitieren. Facheinschlägige Einsätze wie das Entnehmen von Abstrichen werden nämlich von der Fachhochschule als Praktika anerkannt.

„So haben wir aus einer prekären Lage eine Situation gemacht, in der alle profitieren können. Wir sind sehr stolz darauf, dass sich so viele Studierende gemeldet haben und jetzt mit ihrem vorbildlichen Einsatz dazu beitragen, dass alles funktioniert und geregelt ablaufen kann“, freut sich die Leiterin der Fakultät Gesundheit an der FHWN, Bettina Koller-Resetarics.

Während die 190 Studierenden der Fakultät Gesundheit also sieben Tage die Woche Abstriche entnehmen, engagieren sich viele weitere im administrativen Bereich der Teststraße. Dem Aufruf zur Unterstützung sind 120 Studierende aus verschiedenen Studiengängen gefolgt. Die komplette Organisation, Leitung und Koordination der Tests liegt weiterhin bei der Stadt Wiener Neustadt. Zur Info: Zusätzlich zur Arena Nova gibt es auch weiterhin den Teststandort am „Marienmarkt“, der vom Roten Kreuz abgewickelt wird. Hier werden Studierende nur bei personellen Engpässen unterstützen. „Der Kontakt und Umgang mit Menschen ist in meinem Berufsbild sehr wichtig, darum habe ich mich entschieden meinen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie beim Testen zu leisten. Meine Motivation weiterhin in den Teststraßen tätig zu sein findet sich in der Arbeit mit Menschen und auch dem Team in der jeweiligen Teststraße“, erzählt die Studentin Sophie Götzner.

Studierende als “unverzichtbarer Partner“

„Die Studierenden der Fachhochschule Wiener Neustadt waren für uns schon in den letzten Monaten ein unverzichtbarer Partner bei der Organisation und Abwicklung der Coronatests in der Stadt. Ohne ihren Einsatz als Testerinnen und Tester wäre die Aufrechterhaltung vor allem in der Zeit als Wiener Neustadt Hochinzidenzgebiet war, kaum möglich gewesen. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Magistrats, dem Bundesheer, dem Roten Kreuz und freiwilligen Helfern wurde hier Historisches geleistet. Ich freue mich sehr, dass nun auch administrative Tätigkeiten seitens der FH übernommen werden. So beweisen wir als Stadt und Fachhochschule perfekten Zusammenhalt im Sinne der Menschen in Stadt und Region“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger.

Keine Sommerpause beim Testen

Wie wichtig diese Unterstützung ist, zeigt nicht nur der Blick in die jüngere Vergangenheit, als es in Wiener Neustadt durchschnittlich bis zu 12.000 Testungen täglich gab, sondern auch jener in die Zukunft. Trotz gutem Impffortschritts und sinkender Zahlen werden die Teststraßen in Wiener Neustadt auch in den Sommermonaten in vollem Betrieb bleiben, auch im Herbst könnten sie abhängig von der pandemischen Entwicklung offenbleiben. Die Fachhochschule und ihre Studierenden sind jedenfalls gerüstet. „Die Fachhochschule und Ihre Studierenden haben einmal mehr in einer sehr heiklen Phase der Pandemie Verantwortung übernommen und bewiesen, dass die Stadt und die Bevölkerung auf uns zählen kann. Das macht uns stolz, lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken und zeigt wie ernst wir unsere gesellschaftliche Verantwortung nehmen“, ist FHWN-COO Peter Erlacher erfreut.

Die Öffnungszeiten lauten in der Arena Nova Montag bis Sonntag, 7 – 18 Uhr, und am Marienmarkt Montag bis Sonntag, 9 – 21 Uhr.

Covid-Teststation Kasematten / Foto: Robert Mayer

Reduktion der COVID-Teststationen in Wiener Neustadt

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